Alexander Klaws steckte bei „The Masked Singer“ im Kostüm von Mülli Müller. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die Maske ist gefallen! Am Wochenende lief auf Pro.7 das Finale von „The Masked Singer“ – und es endete mit einem Knall: Das Müll-Monster „Mülli Müller“ staubte den Pokal ab, gewann die Show. Und als die Maske fiel, entpuppte sich das Plüsch-Ungetüm als Ex-„DSDS“-Gewinner und Musical-Star Alexander Klaws! KURIER sprach mit dem Sänger über seinen Sieg, das Versteckspiel der vergangenen Wochen und die Vergangenheit bei „Deutschland sucht den Superstar“.

„The Masked Singer“: DSDS-Star Alexander Klaws führt alle aufs Glatteis

Er hat die Bühne gerockt, die Zuschauer aufs Glatteis geführt – und gewonnen: Am Sonnabend räumte Musical-Star Alexander Klaws (38) den Sieg der aktuellen Staffel „The Masked Singer“ ab. Sechs Wochen lang hatte er sich im Kostüm des Müll-Monsters „Mülli Müller“ versteckt, durfte nun endlich die Maske fallen lassen.

Als der KURIER ihn am Tag danach ans Telefon bekommt, ist Klaws zwar traurig, dass es vorbei ist, aber auch ein kleines bisschen froh. „Ich freue mich, dass ich die Sauna erst mal in die Ecke legen kann, denn im Kostüm war es wirklich unfassbar heiß“, verrät er. „Und mein Alltag gestaltet sich jetzt wieder leichter, denn ich muss kein Doppelleben mehr führen.“

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Denn: Natürlich durfte niemand wissen, dass er im Kostüm steckt. „Ich habe immer versucht, es zu ignorieren, wenn jemand über Mülli Müller gesprochen hat“, sagt er. „Denn wenn man darauf eingeht, redet man sich um Kopf und Kragen. Um gewisse Leute habe ich deshalb in den letzten Wochen sogar einen Bogen gemacht, bin teilweise gar nicht ans Telefon gegangen.“

Mülli Müller präsentierte sich auf der „Masked Singer“-Bühne als Umweltschützer - das Thema liegt auch Klaws am Herzen. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Und nicht nur das: Auf Instagram postete er sogar Fake-Beiträge, um seine Fans aufs Glatteis zu führen – einmal etwa ein Video aus seinem Studio in Hamburg kurz vor dem Start der Live-Show. „Der Clip war natürlich echt, aber eben drei Tage alt.“ Doch es half nichts: Klaws wurde schon seit der ersten Show im knallbunten „Mülli Müller“-Kostüm vermutet. Zum Schluss tippte die Mehrzahl der „Masked Singer“-Zuschauer auf den „DSDS“-Sieger.

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Aber: Ratespiel hin oder her – für ihn sei es vor allem schön gewesen, nach der unfreiwilligen Corona-Pause wieder live und vor Studiopublikum auf der Bühne zu stehen. „Es war surreal. Als wir zur ersten Show ins Studio kamen und die Leute da saßen, hatten wir alle Gänsehaut“, sagt er. „Man kann viele Jahre im Geschäft sein. Aber man bekommt dieses kribbelige Gefühl – und fragt sich, ob alles funktioniert. Das war unfassbar aufregend und spannend.“

„The Masked Singer“: Unter dem Kostüm wurde Klaws schwarz vor Augen

Das Publikum habe ihn sogar seine eigenen Grenzen sprengen lassen. „Mir war mehrfach schwarz vor Augen, weil man in dem Kostüm wirklich kaum atmen kann. Aber die Begeisterung der Menschen sorgt dafür, dass man sich doch zusammenreißt und einfach weitermacht.“

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Und begeistert waren die Zuschauer. In Kommentaren im Netz heißt es, Klaws sei es gelungen, mit dem Sieg bei „The Masked Singer“ endgültig aus dem DSDS-Schatten zu treten. „Das haben die Leute auch schon gesagt, als ich Tarzan gespielt habe“, sagt Klaws und lacht. „Tom Jones hat mal gesagt: Wenn man einen Stempel auf der Stirn hat, soll man froh darüber sein, denn ein Stempel bedeutet auch, dass man erfolgreich war.“ Er selbst reagiere nicht auf Schubladendenken – oder eben darauf, als ewiger „DSDS“-Star abgestempelt zu werden. „Mein Ziel ist es vor allem, die Leute immer wieder zu überraschen.“

Sandy Mölling von den „No Angels“ steckte im Raupen-Kostüm - und landete auf dem zweiten Platz. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Fakt ist: Echte Überraschungen gab es in der Final-Show nur wenige. Die letzten vier Stars wurden enthüllt – und die Zuschauer lagen mit allen Tipps richtig. Die mystische Heldin wurde verkörpert von Sängerin Christina Stürmer, im knautschigen Mops steckte Carolin Niemczyk vom Duo „Glasperlenspiel“ und die Raupe, die auf dem zweiten Platz landete, entpuppte sich als Sandy Mölling von den „No Angels“.

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Mit diesen Enthüllungen ist die fünfte Staffel der Masken-Sause Geschichte. Aber: Fans müssen nicht traurig sein, denn am 26. Dezember sendet Pro.7 eine „Masked Singer“-Weihnachtsshow und bereits im Januar soll der Ableger „The Masked Dancer“ starten.

„The Masked Singer“: DAS hat Alexander Klaws von Mülli Müller gelernt

Und was nimmt Klaws nun mit vom Kostüm-Spaß? „Die Leichtigkeit“, sagt er. „Egal wie anstrengend etwas ist: Humor hilft einem aus den tiefsten Tälern.“ Und: Auch der Umweltschutz-Gedanke, den das Müll-Monster in der Show verkörperte, ist Klaws wichtig. „Die ganze Plastikmüll-Thematik ist durch Corona etwas ins Hintertreffen geraten. Ich hoffe, dass sich das wieder ändert.“ Er selbst sei seit Jahren Taucher, stoße dabei auf Abfälle. „Und auch seit ich meine zwei Jungs habe, ist mir das Thema Nachhaltigkeit wichtiger. Schließlich wollen wir unsere Kinder auf einen sicheren Planeten setzen, ihnen den Weg für eine gute Zukunft ebnen.“

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