Überzeugte bei „The Masked Singer“ mit Wahnsinns-Stimme: der Leopard. Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa

Es ist die Show der Rekorde: Erneut zog „The Masked Singer“ am Dienstag Millionen Zuschauer vor die TV-Bildschirme. Sie alle ließen sich von den Gesangsdarbietungen der Promis in den riesigen Kostümen in ihren Bann ziehen – bis am Ende die nächste Maske fiel: Das Einhorn schied aus der Show aus. Darunter verbarg sich Schwimm-Star Franziska van Almsick (42)! Doch in der märchenhaften Welt von „The Masked Singer“ ist trotzdem nicht alles bezaubernd: Drei Dinge gibt es, die die Fans der Show unfassbar nerven.

Zuschauer beschweren sich über die vielen Werbepausen

Ein Problem bestand schon in der vergangenen Staffel der Masken-Show: die Werbepausen! Schon damals hatten sich die Zuschauer in den sozialen Netzwerken massiv darüber aufgeregt – und auch dieses Mal blieb der Ärger über die Unterbrechungen neben dem Rate-Spaß das wichtigste Thema. In der ersten Show, die vor einer Woche ausgestrahlt wurde, wurde gefühlt weniger Werbung gesendet, doch dieses Mal häuften sich die Unterbrechungen, je später der Abend wurde.

Auf Twitter glühten die Kommentarspalten. Ein Nutzer fasste das Problem in einem Tweet sehr gut zusammen: „Werbung... Wir machen die Sendungen kürzer... Werbung... Wir nehmen uns die Kritik zu Herzen... Werbung... Jetzt nur ein Spot... Werbung... Wir sind gleich zurück... Werbung... Oh, jemand hat gesungen. Werbung…“ Ein anderer schreibt: „Meine Frau eben so: ,Da will man in Ruhe Werbung gucken und dann wird das immer durch Masked Singer unterbrochen...‘“ Eine Nutzerin fragt: „Kennt ihr das wenn ihr einfach nur Werbung gucken wollt aber ständig Masked Singer dazwischen kommt...?“

Franziska van Almsick steckte als „Masked Singer“ im Einhorn-Kostüm. Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa

Tatsächlich verkündete Moderator Matthias Opdenhövel kurz vor der letzten Entscheidung fast beschämt, dass nun – versprochen – die letzte Werbeunterbrechung komme. Zuvor hatte er in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt: „Für die Werbebreaks kann ich leider nichts. Aber es liegt nun mal in der Natur der Sache: Je erfolgreicher eine Show ist, desto ausgebuchter sind die Werbepausen.“ Und letztendlich bleibt es die große Krux der Masken-Show: Das Format muss ohne Studiopublikum auskommen, trotzdem die Kosten einspielen. Allein die Kostüme verschlingen Unsummen.

Doch die Werbung ist nicht der einzige Aspekt der Show, der die Zuschauer auf die Palme bringt. Einige beschweren sich auf Twitter über die Rateversuche der Jury. Im Netz wurde eine Woche lang fleißig gerätselt, Listen erstellt, die Zuschauer tippten über die App von Pro.7 ab – doch in den meisten Fällen rieten Ruth Moschner, Rea Garvey und Gast-Juror Smudo komplett an den Tipps der Zuschauer vorbei. „So langsam ist nicht mehr die Werbung das nervigste, sondern die Tipps der Jury“, schrieb ein Twitter-Nutzer dazu.

Stellen sich die Jury-Mitglieder absichtlich dumm?

Die Mutmaßung einiger Fans: Stellt sich die Jury absichtlich dumm, um die Spannung zu halten? Ein Nutzer schreibt: „Die Schildkröte ist offensichtlich Thomas Anders und die Jury wird jetzt wahrscheinlich wieder mindestens 2 weitere Wochen so tun als ob sie keine Ahnung hätte...“ Tatsächlich ist der „Masked Singer“ im Schildkrötenkostüm für die meisten Zuschauer gesetzt – Hinweise und Stimmvergleiche sorgen dafür, dass in Rategruppen und der Pro.7-App einheitlich auf den Ex-„Modern Talking“-Star Thomas Anders getippt wird. Auch deshalb schreibt ein Fan: „Schildi ist Thomas Anders - Wer was anderes behauptet hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

Der dritte Aufreger kristallisierte sich erst nach der eigentlichen Show heraus: Es gehört zur Tradition, dass in der angeschlossenen Ausgabe von „red.“ Auch die Indizien aufgeklärt werden. Schon nach der Demaskierung von Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein in der ersten Folge tat sich die ZDF-Sportexpertin schwer, die eigenen Hinweise zu entschlüsseln. Und auch dieses Mal blieb die Auflösung schlichtweg absurd.

Das Quokka ist noch im Rennen - der „Masked Singer“ soll hier Showmaster Thomas Gottschalk sein. Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa

So war in einem Indizienfilm des Einhorns eine Flasche Bodylotion zu sehen. Die Erklärung von Franziska van Almsick: Als Schwimmerin habe sich immer trockene Haut gehabt, sich deshalb eincremen müssen. Die Fans der Show: fassungslos! „Indiz, das man sich als Frau oft mit Bodylotion eincremt! Stimmt, das macht sonst keine andere Frau.... Demnächst wird ne Klorolle gezeigt, weil der Star sich mit Klopapier den Hintern immer abputzt!“ Andere stört, dass auch van Almsicks Erklärungen zögerlich kommen. Ein Kommentar: „Franzi van Almsick versucht, ihre eigenen Indizien zu interpretieren und ist sich selbst nicht sicher. Sagt alles.“

Trotz der Aufreger bleibt “The Masked Singer“ eine sehr erfolgreiche Show. Auch die zweite Folge machte den Sender zum Prime-Time-Sieger mit 26,1% Marktanteil im Bereich der 14- bis 49-Jährigen. Insgesamt 3,38 Mio. Zuschauer waren dabei – weniger im Vergleich zu Folge 1 (3,65 Millionen), aber dennoch reichlich. Wie geht es weiter? Das erfahren die Zuschauer nächste Woche – die dritte Folge läuft am Dienstag um 20.15 Uhr.