Suzi Quatro auf der Bühne: Die Rockröhre kann es kaum erwarten, ihre neuen Songs in Berlin zu spielen. Foto: Imago/Sajak

70 Jahre und kein bisschen leise: Rockröhre Suzi Quatro („Can the Can“) lässt es wieder mächtig krachen und zeigt uns jetzt ihre teuflische Seite. Mit „The Devil in me“. So heißen die neue Single und ihr neues Album, mit dem Suzi Quatro als erster großer Star im frisch sanierten Friedrichstadt Palast auftreten will – sofern Corona ihr keinen Strich durch die Rechnung macht.

Das teuflische Virus, das noch immer unser Leben einschränkt und schon gar nicht an Konzerte denken lässt: Er wirbelte auch Suzi Quatros Pläne durcheinander. Eigentlich wollte sie vergangenes Jahr auf Tour gehen. Doch dann kam die Pandemie. „Ab Frühjahr 2020 wurden fast 100 meiner Shows gecancelt“, sagt sie. Auch ihrem Sohn Richard Tuckey, der bereits auf Quatros Vorgänger-Album „No Control“ als Gitarrist mitwirkte, ging es nicht besser.

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Untätig rumsitzen und abwarten, bis Corona verschwindet? Nein, das passt nun gar nicht zu dem quirligen Leben einer Rockröhre. „Also sagte ich zu meinem Sohn: Wir sollten die freie Zeit nutzen, um neue Songs zu schreiben und uns von dem inspirieren lassen, was sich in der Welt derzeit abspielt“, sagt Quatro.  „Ich wusste, dass Richard und ich ein tolles Team sind.“

Und so schnappte sich die 1,52 Meter kleine Sängerin ihren großen Bass und ging mit Sohnemann ins Studio, um den Rockteufel herauszulassen. Die harten Gitarrenriffs allein bei „The Devil in me“ zeigen, welche Rockpower in Suzi Quatro noch immer steckt, die in den 70er-Jahren zusammen mit Chris Norman „Stumblin' In“ sang und damit einen Mega-Hit ablieferte.

Die Single „The Devil in me” ist gerade erschienen. Das gleichnamige Album folgt am 26. März mit insgesamt zwölf Songs.

Quatro hofft, dass der Lockdown bald Geschichte ist. Denn die Rock-Diva will im Frühjahr auf Tour gehen, hat für ihr geplantes Berlin-Konzert am 17. Mai sich schon in den Friedrichstadt-Palast fest eingebucht. Dort freut man sich bereits auf den Star. „Gerade laufen die letzten Sanierungsarbeiten“, sagt eine Palast-Sprecherin. „Wir hoffen, dass der Lockdown gelockert wird und wir nach Ostern wieder unser Haus öffnen können.“