Brian Johnson, Sänger der australischen Rockband AC/DC, hatte sein Gehör verloren. Foto: imago/Andreas Weihs

Nach mehrjähriger Auszeit veröffentlichen AC/DC am Freitag ihr neues Studioalbum. Für „Power Up“ stand Sänger Brian Johnson wieder am Mikrofon. Der Sänger hatte die Band 2016 wegen schwerer Gehörprobleme verlassen und ein Comeback nicht für möglich gehalten. „Für mich war es das Ende. Nichts mehr zu machen, wenn man nicht hören kann“, sagte Johnson der Deutschen Presse-Agentur. „Zu dem Zeitpunkt war ich 36 Jahre in der Band gewesen und hab mir gedacht, man kann nicht alles haben. Wenn man älter wird, passieren Dinge, mit denen man nie gerechnet hätte, zum Beispiel Taubheit.“

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Auf den letzten Konzerten der „Rock Or Bust“-Tournee wurde Johnson, der 1980 als Nachfolger des verstorbenen Bon Scott zur Band gekommen war, von Guns-N’-Roses-Sänger Axl Rose vertreten. „Wenn einem gesagt wird, dass man aufhören muss, fühlt sich das an, als ob man keine Beine hätte, es ist schrecklich“, erinnerte sich der 73-Jährige. „Glücklicherweise habe ich mich nur mit einer Flasche Whiskey zugeschüttet. Ich hab keine Drogen genommen, ich brauchte keinen Psychiater. Ich mir gesagt, ich muss jetzt stark sein.“

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Das unerwartete Comeback bei AC/DC wurde möglich, weil ein Spezialist ein Hörgerät für Johnson entwickelte. Der Frontmann schwärmt von seiner „neuen, technischen, wundervollen Erfindung“ und hofft, bald wieder mit der Band auf der Bühne zu stehen. Ursprünglich wollten AC/DC schon in diesem Jahr auftreten. Die Pandemie verhinderte das. „Wir hatten schon zwei Wochen geprobt“, erzählte Johnson. „Dann ist jeder nach Hause geflogen, und drei Tage später kommt dieses Virus.“