Filmlegende Audrey Hepburn bei einem Besuch in New York, 1952.  Foto: Imago/United Archives International

Hollywood hält sie als rehäugiges, modelschlankes Tiffany-Geschöpf in Erinnerung. Doch mit dem Image hatte Audrey Hepburn nichts gemein. Die Filmlegende, die mit 62 Jahren an Darmkrebs starb, war eine „Kämpferin”. So zumindest lautet der Titel einer neuen Biografie über die Filmlegende. Ihr in Lausanne lebender Sohn Luca Dotti (51): „Es gibt Hunderte von Büchern über meine Mutter und jedes versucht einen Teil des Audrey-Puzzles zu lösen. Mama war mehr als dieser stählerne Schmetterling, sie war ein kampferprobter, krasser Typ.“

Lesen Sie auch: Audrey Hepburn, Jimmy Fallon & Co.: Star-Figuren aus Wachs sollen in New Yorker Lokal für Abstand sorgen >> 

Dank Dotti bekam der Hollywood-Autor Robert Matzen, der 2019 den biografischen Bestseller „Dutch Girl“ über Audreys Kindheit in Holland während des Zweiten Weltkriegs verfasst hatte, Zugang zu den Storys, die sie aus den Kriegsgebieten der (wie sie es nannte) „Entwickungswelt“ zu ihren Kindern nach Hause brachte.

Die Biografie „Warrior“ soll im September 2021 erscheinen.  Foto: Goodknight Books

Für Dotti und Matzen ist sie „eine echte Heldin“, die sich für UNICEF verpflichtete und „sich dann gnadenlos für den guten Zweck einspannte“. Vor allem ihr Einsatz in Somalia, wo sie mit eigenen Worten „durch die Hölle“ ging, öffneten ihrem Sohn die Augen, und Biograf Matzen ist fasziniert, „wie sie an der Seite von kriegserprobten amerikanischen Militärs durchs Feuer ging.“

Die „Kämpferin“ bezahlte für ihre Einsätze in späteren Jahren. Ein Freund erklärte dem Autor: „UNICEF hat sie umgebracht.“