Matthias Reim in der TV-Show „Schlagerbooom 2021 – Alles funkelt! – Alles glitzert!“ imago

Die Corona-Pandemie hat Schlagerstar Matthias Reim („Verdammt, ich lieb’ Dich“) hart getroffen: Seine für 2021 geplante Tournee musste der 64-Jährige aus dem hessischen Korbach kurzfristig absagen. Corona-Einschränkungen haben auch andere Popstars hart getroffen, doch der Sänger stellt diese deshalb nicht infrage. Vielmehr stellt er sich deutlich gegen Corona-Leugner und gegen Hassbotschaften im Internet.

„Stimmt schon, wir leben in einer schwierigen Zeit“, sagte Reim der Augsburger Allgemeinen. Aber Corona-Maßnahmen mit Entwicklungen im Nationalsozialismus zu vergleichen, das sei völlig daneben. „Nichts ist mit dem Elend unserer Eltern und Großeltern zu vergleichen, dagegen ist die Corona-Epidemie ein Lacher.“ 

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Corona-Leugner wie Schulklassen-Störenfriede

Besonders den in sozialen Medien geäußerten Hass hält Reim für unerträglich: „Man kann sich beschimpfen und man kann Hass ausleben, ohne dass man dem Gegenüber ins Gesicht sehen muss“, kritisiert der Musiker, der Corona-Leugner mit kleinen Kindern vergleicht: „In der Schule waren diese Störenfriede isoliert, aber heute finden sie in den sozialen Netzwerken genügend andere Idioten, die darauf einsteigen.“

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Gegenüber der Augsburger Allgemeinen spricht sich Reim dafür aus, Krisen als Chancen zu begreifen. „Man muss das Negative nehmen und es drehen.“ Das sei sein Rezept für das ganze Leben. „Ob das die Entstehung von ‚Verdammt, ich lieb’ dich‘ ist oder mein finanzielles Desaster von vor 20 Jahren. Alles hat sich im Nachhinein als wunderbare Entwicklung nach der jeweiligen Krise herausgestellt“, erklärte Reim.

Seinen großen Hit „Verdammt, ich lieb’ dich“ habe er geschrieben, als er „nicht ganz glücklich“ mit seinem Leben gewesen sei. „Die Botschaft kam aus einem großen Frust heraus. Dass daraus etwas so Positives werden kann, hätte ich nie gedacht.“

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