Betrunken im TV: Jenny Elvers. YouTube/NDR

Erfolg kommt im Zeitalter moderner Medien manchmal ganz schnell. Das gilt für YouTube oder Instagram, aber auch für das gute alte Fernsehen. Im TV gibt es dabei aber ein Problem. Manchmal wird live gesendet. Nichts kann man anschließend mehr rückgängig machen. Egal, wie peinlich der Auftritt war.

Manches Fernsehgesicht schaffte es tatsächlich mit nur einem einzigen Auftritt oder einer einzigen Aussage ein riesiges Fettnäpfchen zu treffen. So wurde die eine oder andere Karriere – oder zumindest die Zukunft einer Show – ruckartig beendet.   

Das Portal „wissenswert“ hat sechs Beispiele gesammelt: Diese Stars ruinierten ihre Karriere vor laufender Kamera.  

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1. Jenny Elvers

Der Auftritt von Jenny Elvers in der Vorabend-Talkshow „Das“ im NDR ist ein Paradebeispiel für katastrophale Auftritte. Die Schauspielerin hatte vor dem Auftritt dummerweise etwas tief ins Glas geschaut – und stammelte und  lallte sich nur noch durch die Live-Sendung. Die Zuschauer waren schockiert. 

Anschließend wurde der NDR heftig dafür kritisiert, die Show mit der offensichtlich alkoholkranken Schauspielerin nicht abgebrochen zu haben. Jenny Elvers erkannte ihr ernstes Problem und ging in Therapie. 

Heute ist Jenny Elvers trocken, schämt sich auch öffentlich für ihre damaligen Auftritte und ist wieder gut im Geschäft.

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2. Natalia Kills und Willy Moon

In der neuseeländischen Version der Castingshow „X Factor“ saßen die britische Sängerin Natalia Kills und ihr Mann Willy Moon in der Jury. Zwar kennen wir fiese Sprüche über Kandidaten dank Dieter Bohlen auch aus dem deutschen Fernsehen. Die beiden Musiker schossen aber definitiv über das Ziel hinaus. 

Als ein Kandidat mit einer gewissen Ähnlichkeit zu Willy Moon auftrat, nannte ihn Natalia einen billigen Doppelgänger – und wurde dann richtig ausfallend: „Du bist eine Lachnummer, alles an dir ist scheußlich...“ Das schockierte Studio-Publikum begann die Jurorin für ihre Hassrede auszubuhen. Und was tat Willy Moon? Der legte sogar noch einen drauf: „Man hat das Gefühl, du ziehst gleich deine Maske vom Gesicht und gehst mit dem Messer auf uns los“, lautete seine bizarre Kritik.  

Dieser Jury-Auftritt ging nicht nur den Zuschauern, sondern auch dem Sender zu weit. Das Paar wurde nur wenige Stunden nach der Show fristlos gefeuert. Auch ihr Musik-Label beendete die Zusammenarbeit. Natalia Kills konnte nur unter einem neuen Künstlernamen überhaupt wieder Musik machen. An alte Erfolge knüpfte sie nie an. 

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Natalia Kills und Willy Moon. YouTube

3. Juliane Ziegler

Juliane Ziegler (40) wurde als erste Bachelor-Siegerin 2003 zu einer kleinen Berühmtheit und startete so ihre Fernsehkarriere, die sie u.a. zu einer Call-in-Show bei ProSieben führte. Dort sprach sie live mit einem Anrufer, der bekundete, keine Lust auf seine Arbeit zu haben. „Arbeit macht frei“ war nun wohl die dümmste Antwort, die Juliane Ziegler hätte entgegen können. Die Moderatorin nutzte aber genau diese aus Nazi-Zeiten mehr als vorbelastete Formulierung.

Da half auch keine Entschuldigung mehr. Ziegler wurde gefeuert. Seitdem arbeitete sie vor allem für lokale Fernsehsender im Rheinland und im Ruhrgebiet. Bei größeren Sendern wird sie nur noch als Reporterin eingesetzt – sicherheitshalber eher nicht live. 

4. Zlatko Trpkovski

Als „Sladdi“ wurde der KFZ-Mechaniker in der ersten Staffel von Big Brother im Jahr 2000 zum Star. Hätte er nur das mit dem Singen gelassen. Nach einem Party-Hit („Großer Bruder“) wurde Zlatko übermütig und nahm beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil. Dort trat er live vor einem Millionenpublikum auf. 

Es kam, wie es kommen musste: Sein schiefer Gesang endete in einem gellenden Pfeifkonzert der Zuschauer. Damit nicht genug murmelte Trpkovski auch noch ein „Vielen herzlichen Dank, ihr Fotzköpfe!“ in sein Mikrofon. Das beendete seine TV-Karriere endgültig. Sladdi wurde in keine Sendung mehr eingeladen und arbeitet seitdem wieder als Mechaniker. 

Zlatko Trpkovski bei seinem peinlichen Auftritt. YouTube

5. Markus Lanz

Dass es Markus Lanz in diese Liste schafft, mag sich ungerecht anhören, gehört der ZDF-Mann doch bis heute zu den erfolgreichen Moderatoren im deutschen Fernsehen. Eine Unterhaltungsshow wird ihm wohl aber nie wieder angetragen.   

Denn: Es lässt sich nicht leugnen, dass Lanz die erfolgreichste Show Europas ihrer Beerdigung zugeführt hat. 2011 übernahm er „Wetten, dass..?“ von Thomas Gottschalk. Die Schuhe waren Lanz dann aber doch zu groß. Publikum und Kritiker waren schnell einig, dass er der Falsche für die Rolle ist. Seine Sprüche wirkten peinlich, das Publikum wandte sich ab.  

2014 wurde die Show schließlich eingestellt. Erst 2021 gab es eine Comeback-Show - moderiert von... Thomas Gottschalk. 

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Markus Lanz.  dpa/Georg Wendt

6. Charlo Green

Die TV-Nachrichtenmoderatorin Charlo Green beendete ihre Fernsehkarriere mit einem einzigen Satz. Allerdings ist sie die einzige in dieser Reihe, die das mit Absicht tat. Nachdem sie einen Filmbeitrag über den Kampf für die Legalisierung von Cannabis in Alaska anmoderiert hatte, verkündete die Moderatorin zur Verblüffung der Zuschauer, dass sie ihre Energie künftig in eben diesen Kampf investieren möchte und deshalb nicht länger Fernsehnachrichten machen könne und wolle. 

Gesagt, getan. Live im TV sagt Green wörtlich: „Fuck it, I quit“ („Scheiß drauf, ich gehe“) und verlässt sofort das Studio. Tatsächlich führte Charlo Green lange hauptberuflich die Kampagne für Cannabis-Legalisierung an. Dann gab es auch in ihrem neuen Job Ärger. Zuletzt war sie arbeitslos. 

Charlo Green bei ihrer letzten Nachrichten-Moderation. YouTube