Der Schauspieler Hinnerk Schönemann heizt mit Holz aus seinem eigenen Wald. Zu dieser Heizoption hat Meteorologe Jörg Kachelmann eine klare Meinung.
Der Schauspieler Hinnerk Schönemann heizt mit Holz aus seinem eigenen Wald. Zu dieser Heizoption hat Meteorologe Jörg Kachelmann eine klare Meinung. dpa/Henning Kaiser

Wie wohlig warm die Holzscheite im Kaminfeuer lodern: Schauspieler Hinnerk Schönemann hat sich komplett von Heizkosten unabhängig gemacht. Der „Nord bei Nordwest“-Darsteller Hinnerk Schönemann ist für wohlige Wärme in seinem Haus nicht von Gas oder Öl abhängig. Stattdessen geht er im Wald sammeln. Doch zu dieser Methode hat Moderator und Meteorologe Jörg Kachelmann eine sehr deutliche Meinung.

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„Die schönste Wärme der Welt“ sei maximal klimaschädigend, sagt Wettermann Kachelmann

Der Schauspieler Hinnerk Schönemann (48, „Nord bei Nordwest») wohnt seit Jahren auf einem Anwesen auf dem Lande in Mecklenburg-Vorpommern. Er schätzt sich deshalb gerade in der Energiekrise glücklich. „Ich habe Wald, also Holz. Man muss nur Arbeit reinstecken - wir heizen hier ausschließlich mit Holz“, sagte Schönemann der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Und erklärte: „Das abgestorbene Holz holen wir uns im Winter, werfen die Scheite in unseren großen Ofen. Es ist die schönste Wärme der Welt.“

Das klingt nicht nur wohlig, sondern auch recht nachhaltig, denn für das Totholz muss ja kein einziger Baum gefällt werden. Doch Meteorologe Jörg Kachelmann hat zu Holz- und Pelletöfen eine sehr deutliche Haltung: maximal klimaschädigend seien sie, „noch schlimmer als Fossile“, schreibt er auf Twitter.

Holzverfeuerung sei wesentlich verantwortlich für die Feinstaubbelastung in Wohngebieten

Kachelmann giftet, die Holzverfeuerung werde „gefördert durch die dümmste Energie- und Umweltpolitik ever“, sie sei wesentlich verantwortlich für die Feinstaubbelastung in Wohngebieten auch außerhalb der Städte – und das werde sich langfristig auch auf die Lebenserwartung der Menschen niederschlagen.

Das wird Hinnerk Schönemann gar nicht gerne hören. Der beliebte Schauspieler sagt, er habe sich schon vor der Krise unabhängig von Gas und Öl sein wollen, auch wegen der Größe seines ehemaligen LPG-Gebäudes, verriet der Star der ARD-Krimireihe „Nord bei Nordwest“. In deren nächster Episode „Auf der Flucht“ (5. Januar, 20.15 Uhr) führt Schönemann erstmals auch Regie. Der Film handelt von vier Schwerverbrechern, die im fiktiven Dorf Schwanitz die Tierärztin Jule (Marleen Lohse) und deren Praktikantin (Carolin Garnier) als Geiseln nehmen. Den Kopf der Bande spielt Roman Knizka („Für immer Sommer 90“).