Melanie Müller zeigt den Hitlergruß insgesamt achtmal.
Melanie Müller zeigt den Hitlergruß insgesamt achtmal. Screenshot Twitter

Was für ein Schock-Video! Die Dschungelkönigin und Ballermann-Sängerin Melanie Müller ist in einem Skandal-Video dabei zu sehen, wie sie den Hitlergruß zeigt. 

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Melanie Müller war bei einem Konzert bei der mutmaßlichen Hooligan-Gruppe „Rowdys Eastside“ am 17. September aufgetreten. Videos von der Veranstaltung waren zuvor bereits aufgetaucht und hatten gezeigt, wie Gäste im Publikum den Hitlergruß zeigten. 

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Video von Melanie Müller beim Zeigen des Hitlergrußes aufgetaucht

Im nun ans Licht gekommenen Clip ist auch Melanie Müller dabei zu sehen, wie sie den rechten Arm zum Hitlergruß reckt. Ein Versehen ist dabei eher unwahrscheinlich – sie macht den Nazi-Gruß ganze acht Mal! Zunächst ruft sie noch „Ost, Ost, Ostdeutschland“ – einen bei Hooligans und Neonazis aus dem Osten beliebten Schlachtruf. Dann nimmt sie das Mikrofon in die linke Hand und zeigt den Nazigruß. Das Video wurde als erstes von der Bild aufgegriffen.

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Am Mittwoch äußerte sich Müller dann auch gegenüber Bild: „Ich kann gerade nur mehr oder weniger darüber lachen, was hier gerade rausgezerrt wird. Seit elf Jahren stehe ich auf der Bühne und mache immer diese Handbewegungen. Nicht aus rechtsradikalem Hintergrund, sondern ,Zicke zacke zicke zacke‘, also genau so, wie ich es dort mache.“

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Auch auf Instagram veröffentlichte Müller erneut eine Erklärung und bestritt, etwas mit Rechtsradikalen zu tun zu haben. „Das mediale Feuer, die unberechtigten Vorwürfe gegen mich, die Behauptung, ich mache mit Rechtsradikalen gemeinsame Sache und bewege mich im rechtsradikalen Umfeld, haben mich physisch und psychisch hart getroffen. Ja, ich bin eine taffe Frau und habe schon vieles gemeistert und ertragen. Aber diese böswilligen Behauptungen gehen auch an meine Substanz“, schrieb die Sängerin.

Doch ob die Erklärung die Karriere der Sängerin retten kann, ist unklar. So bestreitet Melanie Müller weder gegenüber der Bild, noch auf Instagram, auf dem Video zu sehen zu sein. Im Clip schlägt die Sängerin sich stattdessen sogar auf die Brust, wie beim faschistischen Gruß üblich. Ein Versehen scheint daher wenig plausibel.

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Neben einem drohenden Karriereende für die frühere Dschungelkönigin könnte ihr zudem juristischer Ärger ins Haus stehen. Die Polizei hatte bereits angekündigt, dass der Staatsschutz wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittele, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig am Dienstag bestätigte. Nun heißt es, dass die Polizei Leipzig die Ermittlungen sogar noch ausweiten wolle.

Sängerin hatte sich zuvor bereits von Nazivorwürfen distanziert

Zuvor hatte sich Müller noch von den Geschehnissen bei dem Auftritt in Leipzig Mitte September distanziert. Sie sei „bestürzt und empört“, sagte sie in einem Instagram-Video. „Ich möchte mich von derartigen Personen und Gedankengut klar und deutlich distanzieren und verurteile dieses auch aufs Schärfste.“ Mit Nazis und Rechtsradikalen habe sie nichts zu tun. Sie habe den Auftritt nach den Vorfällen sofort abgebrochen.

Das nun aufgetauchte Video stellt diese Aussagen jedoch erheblich in Zweifel.

Die „Rowdys Eastside“ zählen zur Hooligan-Szene aus dem Umfeld des Fußballclubs Lok Leipzig. Sie gelten als rechtsradikal. Der Name der Gruppierung taucht immer wieder in Recherchen rund um die Neonazi-Szene in Leipzig auf.

Müller hatte zuvor bereits ein geplantes Konzert abgesagt. Sie hätte am Mittwoch in Dresden bei einer Oktoberfest-Veranstaltung auftreten sollen. „In der aktuellen Situation kann ich nicht so einfach in Feierstimmung übergehen“, schrieb die frühere Dschungelkönigin auf Instagram. „Fakt ist: In mein Publikum gehören keine Nazis.“ Ob sie jetzt noch jemand anderes sehen will, ist allerdings fraglich.