Ein Foto aus glücklichen Tagen: Schauspielerin Amber Heard und Hollywoodstar Johnny Depp bei der Art Of Elysium Heaven Gala am im Januar 2016 in Culver City. Foto: imago images

Der Gerichtskampf gegen seine Ex-Frau in London endete mit einer bitteren Niederlage, die ihn seine Hollywood-Karriere gekostet haben könnte. Doch das hindert Johnny Depp nicht daran, weiter gegen Amber Heard ins Feld zu ziehen. In den Medien. Der Daily Mail wurden Auszüge aus den Gerichtsakten zugespielt. In denen beschuldigen die Anwälte des Oscargewinners die 34-Jährige, vor Gericht gelogen zu haben. Es geht um sieben Millionen Dollar Scheidungsabfindung, die Heard eigentlich spenden wollte.

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Laut Heard war das Geld je zur Hälfte an das Los Angeles Children’s Hospital und die US-Bürgerrechtsbewegung American Civil Liberties Union (ACLU) geflossen. So hatte sie im Februar 2002 im Zeugenstand ausgesagt: „Ich war von ihm während meiner Ehe finanziell unabhängig und habe seine gesamte Abfindung nach der Scheidung gespendet.“ Das hatte der Londoner Richter Andrew Nichol bei seiner Urteilverkündung dann sogar noch einmal hervorgerufen: „Ihre Spende belegt, dass sie es nicht auf sein Geld abgesehen hatte.“

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Nur dass die Depp-Anwälte Beweise ausgegraben haben, die belegen sollen, dass das Kinderkrankenhaus nie die versprochenen 3,5 Millionen Dollar erhalten hat. Stattdessen soll Heard nur 100.000 Dollar überwiesen haben. Weshalb das gemeinnützige Krankenhaus in einem – der Daily Mail vorliegenden – Schreiben 2019 sogar bei Heard anfragte: „Werden Sie Ihre Zusage noch erfüllen?“ Die ACLU weigert sich bislang ganz, Fragen zu der Spende zu beantworten, geschweige denn, dem Depp-Team Nachweise zu liefern.

Depp will das als Beweisstuck in seiner 50-Millionen-Dollar-Verleumdungsklage gegen Heard vor dem Gericht in Virginia einbringen. In der beschuldigt er seine Ex-Frau, ihn 2018 in einem Zeitungsartikel verleumdet zu haben. Heard hatte sich darin nämlich als „eine Überlebende häuslicher Gewalt“ ausgegeben. Was laut Depp zu einer Rufschädigung führte und ihn ein Comeback als Captain Jack Sparrow in einem neuen „Pirates of the Caribbean“-Film gekostet habe.

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Interessant: Ein Statement von Heards Anwältin Elaine Charlson Bredehoft scheint zu bestätigen, dass ihre Klientin nicht die volle Spendensumme überwiesen hat: „Amber wird die gesamte Summe von sieben Millionen noch überweisen. Es ist allein Depps Schuld, dass sie das bislang nicht konnte. Weil sie Millionen von Dollar an Gerichtskosten hat, dank seiner falschen Vorwürfe gegen sie.“