Rapper Sido ist seit vielen Jahren eine Größe im deutschen Musikgeschäft. Imago/U. Stamm

Sido ist seit vielen Jahren im Musik-Geschäft. Sein einstiges Gangster-Image legte der Mann aus dem Märkischen Viertel längst ab, stellte sich breiter auf, wagte poppige Songs und betätigte sich auch als Schauspieler. Doch nun musste er offenbar vor Gericht und wurde dort zu einer Geldstrafe von 48.000 Euro verdonnert.

Sido war zu schnell und ohne Lappen unterwegs

Der Berliner Rapper, der mit bürgerlichem Namen Paul Würdig heißt, wurde nach Angaben der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) vom Amtsgericht Oranienburg verurteilt und bekam eine saftige Geldstrafe aufgebrummt. Der Grund: Zu schnelles Fahren! Sido soll demnach im August und November 2020 zu schnell unterwegs gewesen sein - und dann auch noch ohne Führerschein. Weil er ohne Lappen unterwegs war, kam dieser Fall überhaupt vor Gericht.

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Sido soll laut der Zeitung vor Gericht angegeben haben, dass er sich nicht noch einmal so verhalten werde. Ihm sei seine Vorbildfunktion für Jugendliche durchaus bewusst. Im Verfahren soll Sido auch erklärt haben, wieso er keinen Führerschein besitzt. „Ich verzweifle an den Fragebögen“, soll der Rapper gesagt haben. 

In der Anfangszeit seiner Karriere trat Sido stets mit Maske auf. Inzwischen holt er sie immer mal wieder heraus. Imago/Star Media

Sido muss insgesamt 48.000 Euro Strafe zahlen

Das Gericht verurteilte Sido, dessen letztes Album 2019 auf den Markt kam, zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu jeweils 400 Euro. Das ergibt eine Gesamtstrafe von 48.000 Euro. Ex-Fußball-Nationalspieler Marco Reus hatte im Jahr 2014 eine Geldstrafe von 540.000 Euro aufgebrummt bekommen, nachdem er sechsmal beim zu schnellen Fahren erwischt wurde, ohne dass er eine gültige Fahrerlaubnis besessen hat.

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Sido selbst äußerte sich zu diesem Prozess bislang nicht öffentlich. Dafür postete er am Freitag ein Foto von sich auf Instagram, wie er in einem weißen Outfit an der Stralauer Allee einen E-Tretroller abstellt. Dazu schrieb er: „Wenn ich parke.“ Ein User ordnete dieses Foto offenbar ganz richtig ein und schrieb: „Braucht man wenigstens keinen Führerschein.“