Sharon Stone hat ihre Memoiren veröffentlicht. Foto: Imago

„Er meinte, dass meine Busen jetzt besser zur Größe meiner Hüften passen.“ Nachdem man ihr 2001 gutartige Tumore aus beiden Brüsten entfernt hatte, erlebte Sharon nach dem Aufwachen aus der Narkose die „Überraschung meines Lebens“. In ihren neuen Memoiren beschreibt sie, wie sie beim Verbandwechsel feststellen musste, „dass meine Brüste plötzlich eine Körbchengröße gewachsen waren“. Laut einem in der New York Times veröffentlichten Vorabdruck hatte der Chirurg ohne die Erlaubnis seiner Promipatientin eigenhändig entschieden, „dass ich mit größeren Busen besser aussehen würde“.

Sharon Stone und Michael Douglas in „Basic Instinct“. Foto: TriStar Pictures/Courtesy Everett Collection via www.imago-images.de

Die 63-Jährige enthüllt in „The Beauty of Living Twice” auch, dass sie sich einst beinah mit ihrem späteren „Basic Instinct“-Co-Star Michael Douglas einen Faustkampf geliefert hat. Es passierte Jahre vor dem Dreh, als sie sich auf einem Event in die Haare bekamen. Der verbale Fight wäre um ein Haar eskaliert: „Wir sind raus und haben uns wie in der Highschool voreinander aufgebaut. Ich sagte zu ihm: ‚Du hast keine Ahnung, mit wem du es zu tun hast.‘ Und er meinte: ‚Und du weißt nicht, wer ich bin.‘“ Zum Glück kam es nicht zu Handgreiflichkeiten – weil es sonst die Kombo Douglas/Stone in „Basic Instinct“ wohl nie gegeben hätte.

„Unten-ohne-Szene“ ging in die Hollywood-Historie ein

Inklusive der „Unten-ohne-Szene“, die in die Hollywood-Historie einging. Zur Erinnerung: In der Szene wird Stones Femme-Fatal-Filmfigur Catherine Tramel von der Polizei in einem weißen Mini-Kleid verhört und gibt den Ermittlern – und so allen Kinozuschauern – beim Kreuzen der Beine einen direkten Einblick auf ihre Blöße. Laut ihren Memoiren hatte Stone nicht gewusst, dass man ihren Intimbereich wirklich sehen würde.

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Sie besteht sogar darauf, dass sie vom Regisseur Paul Verhoeven beim Dreh glatt angelogen wurde und sie die Wahrheit erst nach Ende der Dreharbeiten erfuhr: „Ich wurde vom Regisseur in einen Raum voller Agenten und Anwälte, die nichts mit dem Projekt zu tun hatten, gerufen. Dort habe ich meine Vagina-Szene zum ersten Mal gesehen. Dabei wurde mir beim Dreh versichert ‚Wir werden nichts sehen können‘. Ich sollte nur meinen Schlüpfer ausziehen, weil das Weiß im Licht reflektiert habe und jeder so gewusst hätte, dass ich was anhabe.“ Ihre Reaktion, nachdem sie die Wahrheit vor sich sah: „Ich bin nach vorne, habe Paul eine Ohrfeige gegeben, bin raus zu meinem Auto und habe meinen Anwalt angerufen.“

Sharon Stone bei einer Veranstaltung in Hollywood 2020. Foto: AdMedia/Starface via www.imago-images.de

Stone schreibt, dass sie von Verhoeven später verlangt habe, die Vagina-Szene zu schneiden: „Er hat mir gesagt, dass ich keine Wahl hätte. Weil die Szene perfekt zum Film und meiner Filmfigur passt. Er hat mich daran erinnert, dass ich Tramel unbedingt spielen wollte.“ So gab Stone am Ende nach. In dem Wissen, dass sie austauschbar war: „Wer sich an das Filmposter noch erinnert: Es stand nur der Namen von Michael Douglas ganz oben, meiner nicht!“