Die Schauspielerin Senta Berger steht beim Empfang der Bavaria Film beim Filmfest München. Foto: dpa/Felix Hörhager

Senta Berger ist ein wahres Multitalent. Als Schlagersängerin, Filmproduzentin, vor allem aber als Schauspielerin begeisterte die gebürtige Wienerin viele Generationen von Fans – und sackte dabei die ein oder andere Auszeichnung ein. Die neueste: Der Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing, der seit 2000 alle zwei Jahre an Personen vergeben wird, die sich für die Verständigung zwischen Menschen, Nationen, Religionen und Kulturen einsetzen.

Berger werde „als Charakterdarstellerin für ihr Lebenswerk als glaubwürdige Persönlichkeit – im Film wie in der Wirklichkeit“ geehrt, heißt es in der Begründung. „Ihre Offenheit für die Welt und andere Kulturen sind der Schlüssel, um dem Fremden mit Toleranz und Verständnis, Charme und Humor zu begegnen.“ 

Als Preisträgerin wird Berger künftig in einer Liste mit den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog und Christian Wulff, Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi oder Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geführt. Wann der Preis verliehen und wer die Laudatio halten wird, steht noch nicht fest – ebenso wenig der Rahmen der Veranstaltung, denn auch der ist von den aktuellen Regeln während der Corona-Pandemie abhängig.

Mehr aktuelle Nachrichten aus dem Ressort Panorama finden Sie hier >>

An der hatte die 79-Jährige ohnehin bereits schwer zu knabbern, wie sie bereits im April klagte. „Mein Hauptschmerz ist, dass mir die Zeit davonläuft. Ich habe noch Familie in Wien, da gibt es kleine Neffen und Nichten, darunter auch Babys. Und ich denke mir, wann werde ich euch wiedersehen? Ihr werdet mich vergessen!“, sagte die Schauspielerin, die ihren Lebensmittelpunkt in München und Berlin hat, damals der Wochenzeitung „Die Zeit“. 

Auch mit ihrem Ehemann, dem Regisseur Michael Verhoeven (82), habe das ständige Zusammensein für einige kleine Streitigkeiten gesorgt, sagte Berger – die eigentlich bereits 1966 den Namen ihres Mannes angenommen hat – in dem Interview. Das liege vor allem daran, dass ihr Mann jeden Tag ein Mittagessen haben wolle, sagte sie. „Das bin ich gar nicht gewohnt, ich bin auch keine große Köchin.“