Kandidat Robert Burkhardt und Moderator Günther Jauch bei „Wer wird Millionär“. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Neben den Quizfragen ist in der Show „Wer wird Millionär“ eines besonders spannend: Die persönlichen Geschichten, die die Kandidaten mit in die Sendung bringen. Denn Moderator Günther Jauch, der hier seit 1999 die Fragen stellt, fühlt seinen Ratefüchsen gern auf den Zahn. In der Montags-Episode gab es nun eine ganz besondere Story zu hören: Kandidat Robert Burkhardt erzählte in der Sendung, dass er vor nicht allzu langer Zeit noch mehr als 200 Kilo wog – und verriet im Studio, wie er es schaffte, mehr als 100 Kilogramm abzuspecken.

Diese Szene sorgte dafür, dass viele Zuschauer vor den Fernsehern förmlich aus den Latschen kippten. Denn: Wohl keiner hätte bei diesem Kandidaten geahnt, dass er mal so viel wog. Nach einer Essens-Frage sagt Jauch plötzlich: „Sie sahen ja mal anders aus.“ Dann sind alte Fotos zu sehen. „Das war am 7. März 2018, also vor gut drei Jahren – damals war ich 200 Kilo schwer“, sagt der Kandidat.

Bei „Wer wird Millionär“ erzählt der Familienvater seine Geschichte

Warum? „Das ist eine sehr komplexe Sache, die viel mit der Psyche zu tun hat. Das ging in der Präpubertät los. Ich hatte eine relativ schwere OP, wo ich lange im Rollstuhl saß und dann an Krücken gebunden war.“ Danach habe er den Anschluss verpasst, angefangen mit dem Essen.

„Wann und wie haben Sie die Bremse reingehauen“, fragt Jauch. Er sei Vater von Zwillingen geworden, habe einen Jungen und ein Mädchen. Als sie anderthalb Jahre alt waren, lag er mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. „Als es mir wieder besser ging, bin ich rastlos über die Flure gelaufen und sah einen Hinweis für einen Vortrag: Nachhaltige Wege aus dem Übergewicht. Da ging es um Magenverkleinerungen. Das war ein Abend, der hat mein Leben verändert.

„Wer wird Millionär“-Kandidat Robert Burkhardt wog vor drei Jahren noch rund 200 Kilo, speckte nach einer Magen-OP ab. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius, RTL/privat

Im März 2019 ließ er sich den Magen verkleinern, seitdem hat Burkhardt 100 Kilo abgenommen. „Das schöne ist: In dem Teil vom Magen, der entfernt wurde, entsteht auch das Hunger-Hormon. Wenn man dann an einer Dönerbude oder einer Pizzeria vorbeiläuft, riecht man es zwar, aber man muss nicht mehr rein.“ Nun fehlt zum Glück nur noch eine OP, drei von vier Hautlappen-Operationen habe er schon hinter sich. Und auch der Sport mache wieder Spaß. „Ich bereue nichts.“

Aus der Sendung ging der Abspeck-Kandidat übrigens mit einem dicken Portmonee: Burkhardt hangelte sich von Frage zu Frage, doch bei der Aufgabe, die ihm 32.000 Euro bringen sollte, wusste er leider nicht weiter. Jauch wollte wissen, was eine Folge übermäßiger Smartphone-Nutzung und ein Fall für den Arzt ist. Die Antwortmöglichkeiten: A) Twitterrhexie, B) Instagramesis, C) WhatsAppitis oder D) Spotifismus. Burkhardt tippte auf D – doch das ist falsch. Die richtige Antwort ist die WhatsAppitis, auch bekannt als „Handy-Daumen“ – die Erkrankung entsteht, wenn der Daumen durch das einhändige Tippen überbeansprucht wird. Weil Burkhardt nicht die Risiko-Variante gewählt hatte, fiel er nur auf 16.000 Euro zurück – ein guter Gewinn.