Die Kandidatin brachte eine riesige Sammlung Schokoladen-Formen ins Studio, zeigte sie dem „Bares für Rares“-Experten Sven Deutschmanek und Horst Lichter. Fotos: ZDF

Er ist der Fachmann für die ganz verspielten Gegenstände bei der Trödel-Show „Bares für Rares“ – und freut sich vor allem über besondere Einzelstücke. Doch bei dem Fall, der dem Experten Sven Deutschmanek in der ZDF-Sendung am besten gefiel, ging es nicht um einzelne Exemplare, sondern gleich um eine ganze Sammlung! Eine Kandidatin kam vor einiger Zeit mit kistenweise Metallteilen ins Studio. In der Sonderausgabe „Lieblingsstücke“ erzählte Deutschmanek am Pfingstmontag nun noch einmal, was diesen Fall für ihn so besonders machte.

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Show-Teilnehmerin Anna Schneider brachte die Objekte, die sie verkaufen wollte, ins Studio – und gab sich zunächst ahnungslos. „Von der Expertise erhoffe ich mir, zu wissen, was ich da eigentlich habe“, sagte sie vor ihrem großen Auftritt. „Weil ich keine Ahnung habe, was ich da eigentlich für einen Schatz habe. Und ob es überhaupt ein Schatz ist oder nur eine Menge Blech.“ Im Experten-Raum lagen sie dann, säuberlich aufgereiht: unzählige Metallteile! Aber: Was hat es damit auf sich?

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Die Förmchen sammelte die „Bares für Rares“-Kandidatin auf dem Schrottplatz

Moderator Horst Lichter gibt direkt einen Hinweis: „Ich bin Schokoholic!“ Denn: Bei die merkwürdig aussehenden Förmchen, die Schneider mitgebracht hat, sind Gussformen für Schokoladenfiguren. Eine riesige Menge – obwohl sie damit gar nichts zu tun hat. „Bist du Konditorin?“ – „Nein, nicht im geringsten. Ich bin beruflich in ganz anderen Sphären unterwegs. Unterrichte an einer Hochschule als Professorin für Psychologie.“ Die Förmchen seien ein Schatz aus ihrer Kindheit. „Als kleines Mädchen habe ich das mit meinem Papa auf einem Schrottplatz gekauft.“ Ihr Vater habe dort damals Teile für Lampen gesammelt, sie sei auf die Figuren gestoßen.

Kandidatin Anna Schneider im Händlerraum - die Antik-Experten von „Bares für Rares“ begutachten die Schokoladen-Förmchen. Foto: ZDF

Was hat es damit auf sich? Deutschmanek erklärt: „Das sind Formen, wo ich glaube, dass der Hersteller sie entsorgt hat. Denn wenn sie in so großen Mengen entsorgt werden, kann es sein, dass es Entwürfe waren.“ Sie stammen laut seinen Schätzungen aus den 50er-Jahren – und vielleicht aus einem Fundus eines Chocolatiers. Viele der Figürchen sind dabei nach den Entwürfen von Walt Disney gefertigt: Ein Bambi ist dabei, eine Mickey Maus, ein Donald Duck. „Das sind Lizenzprodukte. Ich denke, dass die Formen aus einer Firma kommen, die für verschiedene Hersteller produziert hat.“

Hunderte Schoko-Förmchen gehören zur Sammlung, die bei „Bares für Rares“ den Besitzer wechselte. Foto: ZDF

Entweder seien die Formen Überschuss gewesen oder Probeanfertigungen. „Es ist eine extrem große Menge.“ Hunderte Förmchen seien in der Sammlung, sagt die Kandidatin. „Aber ich habe sie nicht genau gezählt.“ Wie viel möchte sie dafür haben? „Mindestens 150 Euro, weil es eine Menge Holz ist.“ Was sagt Experte Deutschmanek? „Ich denke, dass hier 300 bis 400 Euro realistisch sind.“ Horst Lichter ist begeistert. „Ich würd’s bezahlen, wenn ich dürfte“, sagt er.

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Ab in den Händlerraum! Die Händler begutachten die Figuren, können die Masse kaum erfassen. Walter „Waldi“ Lehnerts steigt mit 80 Euro ein, schnell geht es über 200 und 300 auf 400 Euro. Am Ende gibt es für 450 Euro den Zuschlag an Lehnertz. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Händler sofort so hoch bieten“, sagt Kandidatin Schneider. Da gratuliert auch Sven Deutschmanek. „Das ist natürlich weit mehr, als die Expertise gesagt hat. Herzlichen Glückwunsch!“