Dieser kleine Wecker kam bei „Bares für Rares“ unter den Hammer. Links: Experte Sven Deutschmanek, Moderator Horst Lichter und die Kandidaten im Studio. Fotos: Youtube/ZDF

Viele Menschen würden ihren Wecker am liebsten gegen die Wand werfen, vor allem am frühen Morgen. Doch nicht bei jedem Wecker ist das zu empfehlen… bei „Bares für Rares“ kam jetzt ein besonderer Reisewecker unter den Hammer und erzielte einen Preis, der die Vorstellungen der Verkäufer weit überschritt. Aber: Was ist an der kleinen Uhr so besonders – und warum lag sogar Experte Sven Deutschmanek so falsch?

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Nina und Dominik kamen ins „Bares für Rares“-Studio, hatten einen besonderen Reisewecker im Mini-Format im Gepäck. „Das ist ein Reisewecker von meinem Opa. Der ist vor ein paar Jahren verstorben und beim Ausräumen der Wohnung habe ich den Wecker gefunden“, erklärt Dominik. „Ich dachte mir: Nimmst du ihn einfach mal mit.“ Horst Lichter beendet die Geschichte: „Und weil ihr natürlich von alleine aufsteht und fröhlich pfeifend zur Arbeit geht, braucht ihr keinen Wecker.“

Der edle Wecker verzaubert den „Bares für Rares“-Experten sofort

Ja, das gute Stück soll verkauft werden, aber was ist es genau? „Das ist ein kleiner Reisewecker, wird teilweise auch als Tischuhr bezeichnet“, erklärt Experte Sven Deutschmanek. Der Hersteller ist die Firma Jaeger-LeCoultre, ein namhaftes Unternehmen. In der kleinen Uhr sei ein Acht-Tage-Werk verbaut. „Der Wecker funktioniert mit einem kleinen Hammer. Es gibt zwei Kronen – zum Aufziehen des Uhrwerks und zum Einstellen der Weck-Uhrzeit“, sagt Deutschmanek. Das Gehäuse ist aus Messing.

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Der Wecker ist wirklich edel - das erkennt sogar „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter. Foto: Youtube/ZDF

Sehr begehrt seien die Uhren gewesen in den 50er-Jahren, dieses stamme vermutlich aus den 60er- oder 70er-Jahren. Einige Teile seien vergoldet. Auch Horst Lichter stellt fest: „Mir gefällt das Ding. Der ist von der Farbe, von der ganzen Optik her schön, das Klingeln ist nicht so laut.“ Das liege daran, erklärt Deutschmanek, dass es keinen großen Resonanzraum gibt, für ein lautes Klingeln ist der Wecker schlichtweg zu winzig.

Das Video zeigt den spektakulären Verkauf bei „Bares für Rares“.

Video: Youtube

Und schon kommt die Frage aller Fragen: Was wollen die Verkäufer dafür haben? „Ich habe auch schon ein bisschen recherchiert im Internet – ich würde sehr gern für den Wecker 500 Euro haben“, sagt Dominik. Stimmt der Experte zu? Deutschmanek: „Ich würde hier auch sagen: 400 bis 500 Euro ist realistisch.“

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Klingt alles recht plausibel – aber keiner rechnete mit den Händlern im Händlerraum. Hier geht es nun hin. „Wir sind begeistert“, stellt Wolfgang Pauritzsch direkt fest. Und das merkt man auch den Geboten an. Es geht los mit 500 Euro, schnell rauschen die Gebote in die Höhe, die 1000-Euro-Marke fällt. Am Ende bekommt David Suppes für sagenhafte 1300 Euro den Zuschlag! „Das hat sich alles von alleine hochgeschaukelt, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagen die Kandidaten zum Abschluss. „Besser hätte es nicht laufen können!“