Szene aus Bares für Rares: Kunstexperte Albert Maier, Moderator Horst Lichter und Kandidat Jürgen Tesch machen sich über den antiken Pokal her. Foto: Youtube/ZDF

Unzählige Menschen bringen ihre besondere Dachbodenfundstücke ans Set der ZDF-Show „Bares für Rares“, um sie zu verkaufen und die Haushaltskasse aufzubessern. Und dabei kann natürlich auch mal ein Unglück passieren – so ging es auch einem Kandidaten, der mit einem besonderen Pokal zur Aufzeichnung kam. Auf dem Weg fiel ihm der Deckel des antiken Stückes herunter und verbeulte. Und trotzdem gab’s für das Schätzchen einen Mega-Preis. Wie geht das?

„Bares für Rares“: Können Kandidaten jetzt auch kaputte Dinge verkaufen?

Jürgen Tesch brachte das besondere Stück zu „Bares für Rares“ – sieht aus wie ein Pokal, ist aber laut Kunst-Experte Albert Maier eine Prunkdeckelvase! Sie stamme aus der berühmten Manufaktur „Christofle“ in Paris und birgt ein winziges Detail, das sie noch wertvoller macht: Eingearbeitet ist ein Wappen der berühmten Bankiersfamilie Oppenheimer. „Das habe ich nicht gewusst“, sagt Kandidat Jürgen erstaunt.

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Auch Händler Walter „Waldi“ Lehnertz war sofort Feuer und Flamme – das zeigt ein Filmchen auf Youtube. „Die Leute, die früher richtig Kohle hatten, haben sich solche Pokale machen lassen. Das war für die normalen Leute unbezahlbar“, sagt er. Die Manufaktur Christofle sei „dat beste, wat de kriegen kannst!

Der Deckel des Pokals, den Kandidat Jürgen bei „Bares für Rares“ verkaufte, war verzogen. Foto: Youtube/ZDF

Der Pokal: vermutlich entstanden rund um 1880, das Material versilbert. Aber: Der Deckel ist verzogen! „Auf dem Weg hierher ist er mir runtergefallen“, gesteht Jürgen. Moderator Horst Lichter: „Das ist natürlich extrem dusselig.“ Was will er dafür haben? 500 Euro seien die Schmerzgrenze, sagt Jürgen. Doch Kunst-Experte Maier tritt auf die Bremse – ein Schock! Durch den kaputten Deckel seien 400 bis maximal 450 Euro drin.

Das Video zeigt die Szene aus „Bares für Rares“.

Video: Youtube

Aber: Keiner hat die Rechnung mit den Händlern gemacht – schon gar nicht mit Waldi, der sich von Anfang an in das Stück verliebte. „Das ist ja nix von der Stange, da flippe ich völlig aus! Unikate – da ist mir egal, was die kosten.“ Los geht es mit 100 Euro, schnell geht es immer weiter in die Höhe. 150, 200, 300, 350, 400. Doch Waldi will mehr. „Ich biete 1000!“ Seine Kollegen sind erstaunt, bieten nur noch ein Stückchen mit. Am Ende wandert das Schmuckstück für 1200 Euro zu Waldi, der Pott geht in die Eifel!

Der Kunsthändler hübschte das wertvolle Stück vorsichtig auf

Das wertvolle Stück hat der Kunsthändler inzwischen aufgehübscht, gereinigt, den kaputten Deckel repariert. Die alte Patina ist ab, der dunkle Belag verschwunden. „Er soll seinen Charme behalten, aber da muss mal Hand angelegt werden“, sagt Waldi. Vielleicht klappt’s sogar noch mit einem guten Geschäft? „Unter 3000 verlässt der meine Hütte nicht.“ Er sei stolz auf den Pokal und seine Arbeit. „Mal wieder was altes zu neuem Leben erwecken – das ist das, wofür wir da sind.“