Da war auch Horst Lichter beeindruckt.  Foto: ZDF/Frank W. Hempel

Echte Schätze, die verkannt im Keller oder auf dem Dachboden liegen. Darauf hoffen alle Kandidaten in der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“. Und Millionen zittern am Bildschirm mit. 

Einen echten Schatz hatten Annegret und Wolfgang Franke wirklich in ihrem Besitz – ohne das zu ahnen. Vor rund 20 Jahren war das Ehepaar aus Langenhagen bei Hannover über einen Bildermarkt geschlendert. „Eigentlich wollten wir nur einen Rahmen kaufen“, erzählen sie Horst Lichter und Experte Albert Maier.

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Dann aber gefallen ihnen dort gleich mehrere Bilder so gut, dass sie nach längerem Verhandeln einen „niedrigen dreistelligen Betrag“ für alle zusammen bezahlen. Eines dieser Bilder haben sie jetzt in die ZDF-Show mitgebracht. 

Auch Experte Albert Maier freute sich mit den Frankes.   Screenshot: ZDF/Bares für Rares

„Die Friedenstaube im Regenbogen“

Jetzt überrascht sie „Bares für Rares“-Experte Albert Maier mit einer unglaublichen Nachricht: „Das ist ein echter Picasso“, so der Experte. „Die Signatur sei echt, das Bild nachweisbar. Die Farblithografie trage die Nummer 86 von 200 und habe den Titel „Die Friedenstaube im Regenbogen“. Da staunen die Besitzer nicht schlecht.

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Leider findet Albert Maier auch ein paar kleine Schäden. Die Sonne hat dem Bild zugesetzt. 

„Die Friedenstaube im Regenbogen“ von Pablo Picasso.  Screenshot: ZDF/Bares für Rares

„Bares für Rares“: Experte sicher, dass es ein echter Picasso ist

„Ich empfehle dringend ein Museumsglas“, sagt Maier deshalb. Klar ist für ihn: Es ist ein Originalblatt von 1952 – von Pablo Picasso gemalt. „Die Maße des Motivs stimmen, es ist echt.“ Sekundenlanges Schweigen. Das ist eine Sensation bei „Bares für Rares“.

Auf die Frage, welchen Betrag sich das Paar angesichts der neuen Informationen für das Bild erhoffe, antworten die Frankes vorsichtig: „2000 Euro?“

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Experte Albert Maier sieht das anders. „Wenn das Blatt keine Stockflecken und keine Beschädigungen aufweisen würde, wäre es wirklich sehr wertvoll.“ Trotzdem hätte das Bild aber immer noch einen Wert von 4000 bis 5000 Euro. Dann fragt Horst Lichter nach: „Was wäre das Bild in perfektem Zustand wert?“ Maiers Antwort: „15.000 Euro.“

Das Ehepaar verkauft den Picasso schließlich für 3.500 Euro an Händler David Suppes. Und dürfte sich über die teuren Flecken am Ende doch irgendwie geärgert haben.