Diether Dehm (r.) hat Florian Silbereisen laut eigener Aussage verklagt.
Diether Dehm (r.) hat Florian Silbereisen laut eigener Aussage verklagt. Imago/Future Image

Florian Silbereisen ist einer der allglattesten Promis Deutschlands. Der Schlagersänger meidet Ecken und Kanten wie der Teufel das Weihwasser. Doch nun kommt auf den 41-Jährigen offenbar eine Anzeige zu. Grund dafür ist seine Performance bei der ARD-Show „Der große Schlagerabschied“. Dort sang er mit Beatrice Egli den Song „1000 und 1 Nacht“. Bei dem hatte er ein Wort ausgelassen - und wird nun von einem der Mitautoren, dem Linke-Politiker Diether Dehm verklagt.

Diether Dehm gegen Florian Silbereisen: Darum geht es 

Im Rahmen der Schlager-Show sang Florian Silbereisen: „Erinnerst du dich, wir ham zusammen gespielt.“ Im Original heißt es: „Erinnerst du dich, wir ham Indianer gespielt.“ Warum Silbereisen diese Textpassage abänderte, ist unklar, gut möglich, dass er sich im Rahmen der aktuellen Diskussion um kulturelle Aneignung und Europas aggressiven Kolonialismus entschieden hatte, das umstrittene Wort Indianer nicht zu nutzen. 

Mitautor Diether Dehm störte sich jedoch an dieser minimalen Text-Änderung. Und zwar so sehr, dass er in einem Bericht der „Fuldaer Zeitung“ sogar Strafanzeige gegen Florian Silbereisen gestellt hat. Dehm gegenüber dem Blatt: „Silbereisen hatte weder dazu die Genehmigung von mir, noch die mindeste geschmackliche Kompetenz.“ Dehm kündigte dort an, auch privatrechtlich gegen alle Künstler vorzugehen, die die betreffende Liedzeile eigenmächtig aus dem Lied streichen. 

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Wer ist Diether Dehm?

Der 1950 in Frankfurt am Main geborene Diether Dehm ist nicht nur Musikproduzent, sondern auch Politiker der Partei Die Linke. Bis 2021 saß er für die Partei im Bundestag, wurde in den letzten Jahren jedoch immer weiter isoliert und bekam keinen aussichtsreichen Listenplatz bei der letzten Bundestagswahl mehr.

Grund dafür dürften auch zahlreiche strittige politische Positionen sein. Dehm wird seit Jahren vorgeworfen, den Schulterschluss mit Rechtspopulisten zu suchen und Querfront-Strategien salonfähig zu machen. Er verteidigte Xavier Naidoo nach seinem Auftritt vor Reichsbürgern, mobilisierte bei einer Demonstration für den antisemitischen Verschwörungsideologen Ken Jebsen und bezeichnete sich selbst als „Putinversteher“. Zuletzt hatte er die Bilder vom russischen Massaker in der ukrainischen Stadt Butscha als Fake bezeichnet.

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Und auch in der Corona-Pandemie sorgt Dehm für Ärger in seiner Partei, indem er ein Lied über das Coronavirus schrieb, das verschiedene Verschwörungsmythen aufgreift. Der niedersächsische Landesverband der Partei Die Linke distanzierte sich von diesem Song.