Hella Brice, Witwe des französischen Schauspielers Pierre Brice, gießt am Grab ihres Mannes Blumen. dpa/Ursula Düren

Hella Brice (71), Witwe von „Winnetou“-Star Pierre Brice, hat rechtzeitig zum Todestag ihres Mannes dessen Grab frisch bepflanzt und den Schriftzug auf dem Grabstein erneuern lassen. Das Grab sei ein schöner Ort, um an ihren Mann zu erinnern, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der französische Schauspieler war am 6. Juni 2015 im Alter von 86 Jahren in Paris gestorben. Beerdigt ist er in Gräfelfing nahe München, wo Hella Brice lebt.

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Der Grabstein ist ein ungeschliffener Fels, auf dem nun der Name des Schauspielers in dessen eigener Handschrift angebracht ist – der Schriftzug so, wie ihn auch seine Fans von Autogrammkarten kennen. Das Grab ist mit Steinen und Grünpflanzen verziert. Zum Todestag hat Hella Brice eine Schale mit pinkfarbenen Pfingstrosen gebracht. Sie freue sich, auf dem Friedhof immer wieder auch Fans zu treffen, die das Grab besuchen. Manche erzählten ihr dann, welche Erinnerungen sie mit ihrem Mann verbänden. „Ich bin glücklich, dass Pierre hier beerdigt ist“, sagt sie.

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dpa/Alexander Rüsche
Pierre Brice, der 1962 in „Der Schatz im Silbersee“ erstmals als Apachenhäuptling Winnetou vor der Kamera stand, steht bei seinem Besuch im Deutschen Filmmuseum im Jahr 2003 vor einem Poster, das ihn als Winnetou zeigt.

Die gebürtige Oberpfälzerin war mehr als 30 Jahre lang mit dem Star verheiratet. Brice wurde in den 60er-Jahren mit den Verfilmungen der Karl-May-Bücher als „Winnetou“ zur Kinolegende. Mit seiner Frau Hella lebte er in einem Landhaus bei Paris. Wenn sie nach Deutschland kamen, hätten sie bei ihrer Schwester in Gräfelfing gewohnt, erzählt die Witwe. Sie ist eine von drei Drillingsschwestern.

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Gemeinsam hätten die Schwestern mit ihren Ehemännern den Lebensabend in Garmisch-Partenkirchen verbringen wollen – unter einem Dach in einem großen Haus, aber in drei getrennten Wohnungen. Kurz vor dem Einzug starb Pierre Brice an den Folgen einer Lungenentzündung.