Sean Penn befindet sich gerade in Polen um ukrainischen Geflüchteten zu helfen. AFP/Angelos Tzortzinis

In der Nacht von Sonntag auf Montag werden in Los Angeles mal wieder die Oscars verliehen. Es ist die erste große Verleihung der Academy Awards seit Beginn der Corona-Krise, in der es nur abgespeckte Varianten gegeben hatte. Doch nun ruft ein ganz Großer der Branche zum Boykott auf, falls der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht bei der Preisverleihung sprechen darf.

Am Samstag hatte Sean Penn, der selbst bereits zweimal mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, über die anstehende 94. Verleihung der Academy Awards gesprochen - und über den Platz den der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine seiner Meinung nach bei der Gala einnehmen soll.

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Oscar-Verleihung: Welche Rolle spielt der Krieg gegen die Ukraine?

Denn Oscar-Moderatorin Amy Schumer hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass die Veranstalter die Gala für eine Botschaft zum Krieg nutzen wolle. Sie selbst habe vorgeschlagen, Selenskyj per Video-Auftritt sprechen zu lassen. Doch Produzent Will Packer ließ am Donnerstag bei einer Pressekonferenz alles offen.

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Amy Schumer moderiert in diesem Jahr die Oscars AFP/Jamie McCarthy

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Und das brachte eben Sean Penn in Rage. Dem US-Sender CNN sagte Penn: „Ich habe gehört, dass die Entscheidung getroffen wurde, es nicht zu tun.“ Eine Entscheidung, mit der er ganz und gar nicht zufrieden wäre. „Wenn die Akademie entschieden hat, dies nicht zu tun … wird das der schamloseste Moment in der Geschichte Hollywoods sein“, sagte Penn und stellte klar, dass er hoffe, dass alle Gäste die Preisverleihung verlassen, wenn es tatsächlich so wäre.

Sean Penn würde seine Oscar-Statuen einschmelzen

Penn selbst, der ohnehin gar nicht erst bei der Oscar-Verleihung vor Ort sein wird, würde sogar noch über einen Boykott hinausgehen. In dem Interview sagte er, er würde seine beiden Oscar-Statuen aus Protest einschmelzen lassen.

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Zuletzt hielt sich Sean Penn in Polen auf, um dort mit seiner Hilfsorganisation Core bei der Aufnahme und Versorgung ukrainischer Flüchtlinge zu helfen. Er war in der Vergangenheit mehrfach mit Wolodymyr Selenskyj zusammengetroffen. Aktuell arbeitet Penn auch an einer Dokumentation über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.