Martina Albers und Günther Jauch im Studio bei „Wer wird Millionär“. Foto: TVNOW / Frank Hempel

Die einfachen Fragen gehen den Kandidaten bei „Wer wird Millionär“ leicht von der Hand – aber schon oberhalb der 1000-Euro-Schwelle kann es durchaus knifflig werden. Eine merkwürdige Formulierung, das Scheinwerferlicht, der Druck im Studio – und schon rauscht der Teilnehmer auf dem heißen Ratestuhl geradewegs auf eine Katastrophe zu. So erging es jetzt Kandidatin Martina Albers, deren Raterunde am Montag im TV zu sehen war. Sie scheiterte beinahe an der 4000-Euro-Frage – hätten SIE es gewusst?

Quizmaster Günther Jauch will von Albers wissen: „Wobei müsste sich das betreffende Tier eigentlich sein Leben lang fragen, warum es Namenspate für gerade diesen Farbton ist?“ Die Antwortmöglichkeiten: A) Mausgrau, B) rabenschwarz, C) hummerrot oder D) rehbraun. Zugegeben: Die Frage klingt etwas schwurbelig – und sicherlich muss der eine oder andere darüber ein paar Sekündchen länger nachdenken. Doch Albert gerät komplett ins Straucheln. Hätten Sie die Antwort gewusst? Martina Albert hat gar keine Ahnung, setzt zunächst einen 50:50-Joker. Als Antworten bleiben „hummerrot“ und „rehbraun“ übrig. Doch das hilft ihr leider gar nicht.

Dabei ist es gar nicht schwer: Lebende Hummer sind nicht rot, sondern schwarzgrau. Erst beim Kochen der Tiere verändert sich durch die Hitze die chemische Zusammensetzung der Proteine, die dem Hummer ihre Farbe geben – dann errötet das Tier. Davon hat die Kandidatin schon einmal gehört, nur ist sie sich leider nicht ganz sicher. „Haben Sie noch nie einen lebendigen Hummer gesehen?“, fragt Jauch. Das verunsichert sie völlig. „Der ist orange – ich weiß es nicht. Ich esse kein Fleisch.“ Sie stehe furchtbar auf der Leitung, sagt sie. „Wahrscheinlich ist die Frage supereinfach.“

Günther Jauch half der „Wer wird Millionär“-Kandidatin aus der Klemme

Doch Jauch paukt sie durch – und hält sie sogar davon ab  einen weiteren Joker zu verwenden. „Nein“, sagt er, als sie sich weitere Hilfe holen will. Dann entscheidet sie sich, loggt den Hummer ein. „Ich nehme dankend an, nur damit wir hier weiterkommen“, sagt Jauch. Die Antwort stimmt – und und Albert hat 4000 Euro! „Sie kommen doch aus der Gastronomie, da ist das fast eine Bildungslücke“, stellt der Quizmaster fest. „Ich habe meine Ausbildung vor 25 Jahren in einem katholischen Haus gemacht, da gab es keinen Hummer.“

Martina Albers will mit der Gewinnsumme von „Wer wird Millionär“ eine Pudelzucht eröffnen. Foto: TVNOW/Frank Hempel

Doch ab da läuft es für die Kandidatin wie geschmiert: Momentan steht Albers bei sagenhaften 64.000 Euro – am kommenden Montag darf sie weiterraten. Wie weit sie kommt, werden die TV-Zuschauer dann um 20.15 Uhr auf RTL erleben. Was sie mit dem Geld machen will, steht aber übrigens jetzt schon fest: „Ich würde gern Pudel züchten“, verriet sie Jauch im Gespräch während der Sendung.

Sie habe lange selbst einen Pudel gehabt, die Begeisterung von Passanten bei Spaziergängen sei immer groß gewesen. Mit der Geschäftsidee will sie vor allem die berufliche Flaute überwinden – denn bedingt durch die Corona-Krise verlor Albers ihren Job. Da kann man nur die Daumen drücken …