Till Lindemann (57) ist der Frontmann von Rammstein. Foto: imago images

Jeder weiß, dass mit Piranhas nicht zu spaßen ist – Joey Kelly (47) erlebte das bei einer Reise mit Rammstein-Frontmann Till Lindemann (57) am eigenen Leib: Während die beiden Musiker, die seit Jahren eine enge Freundschaft verbindet, durch das Amazonasgebiet tourten, wurde Kelly beim Baden von einem der blutrünstigen Fische gebissen - und zwar ausgerechnet in sein bestes Stück!

In einem Interview der beiden mit dem „Playboy“ (Dezember-Ausgabe) erzählt Lindemann die schräge Geschichte. „Wir waren baden. In einer Lagune hinter einem Dorf, in dem wir ein paar Tage geblieben sind. Wir hatten unser Boot ewig bergauf bis dahin geschleppt und schwitzten wie die Schweine“, sagt der Rocker. „Dann standen wir plötzlich neben der Lagune. Klar springen wir da zum Abkühlen rein!“

Joey Kelly wurde „in den Schwanz gebissen“

Joey Kelly sei zuerst gesprungen. Zwar gebe es in dem Gebiet überall Piranhas, aber weil das Wasser in der Lagune in der Trockenzeit immer weniger wurde, seien die Fische aggressiv gewesen. Lindemann: „Die fressen sich dann fast gegenseitig und beißen in alles, was wackelt.“ Bei Kelly wackelte es offenbar gewaltig: Von einem Piranha sei er, sagt Lindemann, „in den Schwanz gebissen“ worden. Kelly korrigiert: „Nicht nur von einem. An den Schenkeln haben sie mich auch erwischt.“

Joey Kelly kassierte beim Baden den Biss. Foto: imago images

Überall hätten auf der Reise Gefahren gelauert. Lindemann: „Du gewöhnst dich dran. Es wird zur Routine, dass du genau schaust, wo du hintrittst, und dich nirgendwo festhältst, weil alles Stacheln hat und immer überall ein Tier sitzen kann. Wir haben meistens in Hängematten im Regelwald übernachtet. Wenn du da morgens in deine Schuhe steigst, musst du erstmal schauen, ob was Giftiges drinsitzt.“

Die beiden Musiker sind seit Jahren enge Freunde – und im Gespräch bekennt sich Kelly als echter Rammstein-Fan. „Welche andere Band füllt jedes Stadion doppelt? Wer sonst verkauft in einer halben Stunde eine komplette Tour aus? Das ist unfassbar, Wahnsinn“, sagt er. Lindemann nehme den Erfolg mit sehr viel Demut auf. „Und mir macht das auch ein bisschen Angst. Es bringt Verantwortung mit sich und extremen Druck“, sagt er. Seine Band wolle er gegen nichts in der Welt eintauschen, dennoch sei es nicht immer leicht gewesen. „Jeden Euro haben wir nicht für die geilen Songs verdient, sondern weil wir zusammengehalten haben.“

Oft habe er sich gefragt, warum er nicht einfach etwas anderes mache. Nach 30 Jahren allerdings nicht mehr. „Rammstein ist wie eine alte Ehe, da kann man nicht mehr loslassen. Die Kinder sind aus dem Haus, aber die Frau ist noch da, richtig sexy ist sie nicht mehr, aber ich lieb die.“