Es war die Schock-Nachricht in der Promi-Welt: Collien Fernandes (44) hat in Spanien Strafanzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) gestellt. Und die Vorwürfe könnten brisanter kaum sein: Es geht um Identitätsdiebstahl, digitale Täuschung, sogar der Verdacht einer „virtuellen Vergewaltigung“. Im Zuge des Skandals erscheinen heute auch frühere TV-Projekte von Christian Ulmen in einem anderen Licht.
Fernandes enthüllt erschütternde Details auf Instagram
Die Ermittlungen laufen bereits am Gericht in Palma de Mallorca, wie der Spiegel berichtete. Erst im vergangenen September hatten Fernandes und Ulmen nach 14 Jahren Ehe ihre Trennung öffentlich gemacht. Eine gemeinsame Tochter verbindet sie weiterhin.
Doch laut Spiegel geht es in der nun eingereichten Anzeige um weit mehr als eine gescheiterte Beziehung. Im Zentrum der Anzeige stehen laut Spiegel systematische Identitätsdiebstähle im Netz. Demnach sollen täuschend echte Pornoaufnahmen der Schauspielerin im Umlauf sein. Seit Ende 2025 liegt beim Bezirksgericht in Palma ein umfangreicher, 40-seitiger Schriftsatz vor.

Fernandes berichtet, sie sei über ein Jahrzehnt hinweg Opfer eines „Identitätsdiebstahls über soziale Netzwerke“ gewesen. In dem Dokument wirft sie ihrem Ex-Mann unter anderem „Anmaßung des Personenstands“ vor. Auch auf Instagram schildert sie Details, die erschüttern.
Demnach seien über Jahre hinweg Fake-Profile unter ihrem Namen erstellt worden. Von diesen Accounts aus seien vor allem Männer kontaktiert worden. Verschickt worden seien angebliche Nacktfotos und Sexvideos – alles Fälschungen, die jedoch so wirkten, als stammten sie direkt von Fernandes selbst. Darunter auch äußerst explizite Inhalte.
Besonders brisant: Laut Spiegel soll Ulmen die entsprechenden Bilder und Videos zwar nicht selbst produziert, aber weitergeleitet haben. Fernandes schildert zudem ein mutmaßliches Geständnis: Am 25. Dezember 2024 habe Ulmen ihr gesagt: „Ich war das, ich habe das getan.“ Für sie ein Schockmoment. „Es war wie bei einer Todesnachricht, ich konnte nicht reden, nicht heulen.“
Die Vorwürfe wiegen schwer – und klingen unfassbar. Dennoch gilt für Christian Ulmen die Unschuldsvermutung. Ulmens Anwalt Christian Schertz verschickte am Donnerstagabend ein Informationsschreiben. In diesem heißt es: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den SPIEGEL rechtliche Schritte einzuleiten.“ Es würden weiterhin „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet.

TV-Projekte von Ulmen in neuem Licht
Der Fall rückt jedoch auch frühere TV-Projekte von Christian Ulmen in ein neues Licht. Besonders die Erfolgsserie „Jerks“, die über fünf Staffeln lief, steht plötzlich anders da. In der Comedy-Serie spielten Ulmen und Fahri Yardım überspitzte Versionen ihrer selbst – mit bewusst provokanten, oft grenzüberschreitenden Szenen und sexualisierten Inhalten. Die Serie galt als eine der radikalsten deutschen Comedy-Produktionen. Inzwischen ist sie aus der Joyn-Mediathek verschwunden.
Auch eine ältere Show sorgt für Stirnrunzeln: 2013 startete auf Tele 5 die satirische Reality-Spielshow „Who wants to fuck my girlfriend“ (dt. „Wer will meine Freundin f....“) – zwei Jahre nach der Hochzeit von Fernandes und Ulmen. Zwei Kandidaten ließen jeweils eine ihnen nahestehende Frau gegeneinander antreten, die dann unterschiedliche Spiele absolvieren mussten. Der Sieger erhielt einen goldenen Kranz mit der Aufschrift „Everybody wants to fuck my Girlfriend“.
Was einst als provokanter Humor durchging, wird nun im Schatten der aktuellen Vorwürfe neu bewertet. Die Ermittlungen in Spanien laufen – und könnten für alle Beteiligten noch weitreichende Folgen haben.



