Oliver Pocher geriet bei „Wer wird Millionär“ mit Günther Jauch schon bei der 50-Euro-Frage ins Schlingern. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Unzählige TV-Zuschauer schauen jede Woche „Wer wird Millionär“ mit Günther Jauch – und freuen sich umso mehr, wenn statt der normalen Kandidaten mal Promis auf dem Ratestuhl sitzen dürfen. So geschehen am Pfingstmontag: Da traten Komikerin Anke Engelke, Show-Legende Thomas Gottschalk, Comedian Oliver Pocher und Moderatorin Barbara Schöneberger im Kampf um die Millionen an. Ausgerechnet Pocher, der sonst immer mit seiner großen Klappe glänzt, geriet dabei bei der allerersten Frage um 100 Euro ins Schlingern.

Das hätte richtig peinlich ausgehen können: Pocher gehört zu jenen Stars, die beim „Promi-Special“ von „Wer wird Millionär“ tatsächlich die Million abräumen konnten. Und nun das! Im neuen „Zocker-Promi-Special“ war er einer von vieren, die auf den Ratestuhl durften – doch statt sich geradewegs auf den Weg zur Million zu begeben, brachte ihn schon die allererste Frage zum Grübeln.

Die erste Frage ist die einfachste bei „Wer wird Millionär“ – glaubt Oliver Pocher

Denn die hatte es – wie viele vermeintliche Wortspiel-Fragen – in sich. „Was hat lange Ärmel und kleidet auch Uwe, Udo, Ulli und Ulf“? Die Antwortmöglichkeiten: A) Puwe, B) Pudo, C) Pulli und D) Pulf. Pocher entgleiten die Gesichtszüge. Angestrengt überlegt er. „Ääh… der Pulli hat lange Ärmel und kleidet…“ Jauch schaut ihn an: „Hm?“ Pocher: „Der Pulli hat lange Ärmel und kleidet die, oder?“ Natürlich liegt er richtig! Pulli ist die korrekte Antwort, der Rest ist Wortspielerei. Doch seine Augen zeigen, Oliver Pocher ist verwirrt.

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„Habe ich jetzt was falsch gesagt?“ Nochmal geht er die Frage durch. „Hänge ich jetzt schon so fest?“ Jauch kommentiert die Situation. „Jetzt hat er schon so einen schönen Anzug an und ist so leicht zu verunsichern.“ Pocher: „Ja, das haben Sie geschafft. Soll ich schon einen Joker nehmen?“ Doch Jauch hilft. „Leute! Was hat lange Ärmel? Puwe, Pudo, Pulli oder Pulf?“ Pocher: „Ja, ein Pulli!“ – „Ja, das ist eine Kindergartenfrage!“

Am Ende verließ Oliver Pocher mit 125.000 Euro das „Wer wird Millionär“-Studio. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Plötzlich geht sogar die Spannungs-Musik im Hintergrund aus. Pocher redet sich in Rage. „Sie sitzen hier und machen so einen Druck auf einmal, es ist noch nicht mal mehr Musik!“ Jauch: „Ich mache gar nichts, ich höre mir nur an, was Sie auf so eine Lull-.Frage antworten. Ich schäme mich fast!“ Die Antwort wird eingeloggt, Pocher liegt natürlich richtig und kommt weiter. Sonst verstehe er die Wortspiele immer, sagt er – nur jetzt sei der Druck groß gewesen. Am Ende ging Pocher übrigens mit 125.000 Euro heim – eine stolze Summe für einen guten Zweck.

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Was ihm passierte, ist übrigens ein völlig normales Phänomen. Das erklärte Jauch bereits, als einer seiner Kandidaten vor Wochen an einer vermeintlichen Frage beinahe scheiterte. „Die Leute gehen natürlich mit einem gewaltigen Adrenalinspiegel auf den Stuhl. Einerseits mit Erleichterung, dass sie die Auswahlfrage überstanden haben, das ist ja für meine Begriffe tatsächlich die größte Hürde“, sagte Jauch. „Und dann sitzen sie da und da steigt natürlich der Puls. Dann geht das los bei Fragen, bei denen sie wissen, dass sie sie eigentlich wissen müssten. Dann kommt der übliche Abgleich: Zu Hause hätte ich die Frage gewusst. Und dann kommt schließlich und endlich noch das finale Brett vorm Kopf – und dann ist alles aus.“