Kandidatin Manuela vor den Händlern bei „Bares für Rares“. Foto: ZDF

Manchmal kommen in der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ seltene Antiquitäten unter den Hammer – aber manchmal sind es auch vermeintlich schnöde Objekte, die in jedem Partykeller stehen. So war es auch in der neuesten Folge der erfolgreichen Sendung. Eine Kandidatin brachte einen Bierkrug ins ZDF-Studio.

Nichts Besonderes? Falsch gedacht! 20 Euro wollte sie für das gute Stück haben, schließlich kann es doch nicht viel Wert sein. Da hat sie sich gewaltig geirrt. Am Ende wurde ihr Wunschpreis von Expertise und Händlern vervielfacht!

Die „Bares für Rares“-Kandidatin kaufte den Krug beim Trödeln

Manuela (60) brachte den Humpen zur Expertise. „Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um einen Studentenkrug, der jeweilige Berufe darstellen muss. Ich habe den Krug aus dem medizinischen Bereich“, sagt sie. Am Expertentisch verrät sie: Sie ist Arzthelferin, kommt aus dem Münsterland, habe den Krug beim Trödeln gefunden. „Ich gucke öfter die Sendung und habe dabei festgestellt, dass die Marken des Kruges etwas sein könnten.“

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Der Krug ist von Villeroy & Boch. „Diese Krüge haben eine Bezeichnung, man nennt sie Bibliothekskrüge, weil Buchrücken darauf abgebildet sind“, sagt Experte Detlef Kümmel. „Es gibt elf verschiedenen Sorten von diesen Krügen.“ Bei jedem unterscheiden sich die Buchrücken – weil dieser in den medizinischen Bereich gehört, sind die Buchrücken entsprechend gestaltet. Der Krug ist aus Keramik, der Deckel aus Zinn, alles kunstvoll verziert. Gefertigt wurde er um 1900.

Dieser Krug wechselte bei „Bares für Rares“ den Besitzer. Foto: ZDF

Der ganze Krug sei gut erhalten, habe aber dennoch leichte Beschädigungen – die Malereien sei an einigen Stellen abgeplatzt, wurde etwas dilettantisch nachgearbeitet. Wie sieht der Wunschpreis von Manuela aus? „20 Euro“ antwortet sie, wie aus der Pistole geschossen. Kümmel korrigiert. „Wir können davon ausgehen, dass wir zwischen 150 und 180 Euro liegen werden.“ Damit ist der Wunschpreis fast verzehnfacht. „Ich habe absolut nicht mit so einem hohen Expertise-Preis gerechnet“, sagt sie. Schließlich habe sie auf dem Flohmarkt nur drei Euro investiert!

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Bieten die Händler mehr? Ja! Denn sie sind sofort begeistert von dem Stück. Mit 100 Euro geht es los, schnell geht es bis auf 180 hoch. Expertise erreicht. „Das ist auch ein schönes Geschenk“, sagt Wolfgang Pauritsch. Dann fällt auch die 200er-Grenze. Am Ende bekommt Pauritsch den Zuschlag für 220 Euro, der Wunschpreis hat sich damit verelffacht. „Ich habe absolut nicht damit gerechnet, noch 40 Euro über der Expertise zu bekommen“, sagt Kandidatin Manuela. „Ich bin wunschlos glücklich.“