Schlager-Legende Heino tritt am 13. Dezember im Schlosspark Theater auf - und feiert an dem Abend zugleich seinen 83. Geburtstag. Foto: Berliner KURIER/Markus Wächter

Er ist wieder da - und kein bisschen müde! Nach einer langen Corona-Pause geht das Leben auf der Bühne im September auch für Schlager-Legende Heino (82), bürgerlich Heinz Georg Kramm, wieder los. Dann startet seine neue Klassik-Tour - im Berliner Schlosspark Theater gab der Sänger jetzt schon kleine Einblicke. Und er verrät im KURIER, warum er auch mit 82 Jahren noch so fit durch Deutschland tourt, ob seine Hannelore ihn begleitet. Und wie er die schwere Corona-Zeit erlebte.

Dass er nun wieder auf der Bühne stehen kann, freut dabei nicht nur Heinos Fans, sondern natürlich auch den Sänger selbst. Nachdem seine letzten Konzerte zu Beginn der Pandemie abgesagt werden mussten, folgte für ihn, wie für viele andere, eine lange Pause. „Aber dass ich nicht auftreten konnte, war für mich gar nicht so schlimm. Mich hat eher traurig gestimmt, dass viele Menschen so lange zuhause herumsitzen mussten und nichts machen konnten“, verrät er dem KURIER.

Heino verbrachte die Corona-Zeit mit seiner Hannelore in Kitzbühel

Er selbst habe die Zeit mit seiner Hannelore im schönen Kitzbühel verbracht. „Aber nicht alle Leute konnten sich so frei bewegen wie ich. Die Restaurants waren zwar zu, aber ich konnte trotzdem viel unternehmen.“ Auch finanziell sei er gut durch die Zeit gekommen – auch ohne Auftritte.

Doch nun geht das Konzert-Leben wieder los, zum Glück! Am 27. September startet „Heino goes Klassik“ im Leipziger Gewandhaus, am 13. Dezember ist Berlin dran - und beim Auftritt im Schlosspark Theater in Steglitz feiert Heino sogar seinen 83. Geburtstag! Wie das geht? „Wenn man so viel unterwegs ist wie ich, hat man gar keine Zeit, müde zu werden“, verrät der Schlager-Star. Musik und reichlich Termine halten ihn fit.

Faul sei er nie gewesen. Genau wie Dieter Hallervorden, Chef des Schlosspark Theater – die beiden sind seit Jahren befreundet. Der verrät: „Andere legen vor dem Fernseher vielleicht die Beine hoch. Wir beide denken aber, dass die Beine nicht dafür gemacht sind, beim Fernsehen übereinandergeschlagen zu werden.

Heino mit Dieter Hallervorden am Mittwoch auf der Bühne des Schlosspark Theater in Steglitz. Hier tritt der Schlager-Star im Dezember auf. Foto: Berliner KURIER/Markus Wächter

Als Sportprogramm steht aber manchmal auch das entspannte „einarmige Reißen“ auf dem Programm, scherzt „Didi“. Denn zusammen trinken er und Heino gern mal ein Glas Wein! „Wir haben schon viele schöne Rotwein-Abende verbracht – und ich hoffe, dass noch viele folgen“, sagt Heino. Aber: Immer in Maßen, betont der Schlager-Star. „Ich habe trotzdem immer diszipliniert gelebt.“

Zu den Konzerten der Tour fahren Heino und Hannelore im Wohnmobil

Auch seine Hannelore trägt ihren Teil zu Heinos Jungbrunnen bei. 42 Jahre sind die beiden verheiratet. Sogar auf der Tour, die durch rund 20 Städte führt, begleitet sie ihn! „Wir mieten uns dafür ein Wohnmobil“, verrät er. Schlafen werde das Paar in Hotels - aber so ist zumindest auf der Reise Zweisamkeit garantiert. „Da sind Clubsessel drin und ein Wohnzimmer, da können wir Kaffee trinken. Das ist für Hannelore einfach gemütlicher.“ Und was ist nun das Geheimnis der langen Ehe? Heino lacht herzlich. „Da gibt’s keinen Trick. Die Liebe ist einfach frisch geblieben.“

Auch ein Auftritt in Bad Münstereifel gehört zur Tour. Es ist Heinos Heimatstadt, die von der Flut im Juli schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wenn es darum geht, wird der sonst so gutgelaunte Schlagerbarde aber ganz ernst. „Ich habe Freunde, die das alles mitbekommen haben, das kann man sich gar nicht vorstellen. Es ist wie nach dem Krieg – und die Zeit habe ich ja miterlebt.“ Sogar Bekannte seien in den Fluten umgekommen. „Ein Freund von mir hat seine Frau verloren, das ist so tragisch.“

Heino und seine Hannelore sind seit 42 Jahren verheiratet - und noch immer unzertrennlich. Foto: imago images/Jan Huebner

Es sei schlimm, die Zerstörung zu sehen. „Dass der Ort, an dem ich seit 40 Jahren wohne, zugrunde gerichtet wurde.“ Aber der Sänger ist sicher: „Irgendwann wird alles wieder aufgebaut sein.“ Wenn etwas Zeit vergangen ist, werde es vielleicht auch noch ein Benefizkonzert geben. „Im Moment wäre es für mich makaber. So etwas plane ich erst, wenn die Leute wieder den Sinn dafür haben“, sagt er. „Ich könnte nicht, wenn alles am Boden liegt, den Blauen Enzian oder die Schwarze Barbara singen.“

Heino verrät: Der Musiker-Ruhestand kann noch etwas warten!

Stattdessen geht es nun auf Tour, nach Schlager und Rock kommt Klassik. Stücke von Brahms, Tschaikowski und Beethoven stehen auf dem Programm, mit dabei sind Star-Geiger Yury Revich und Organist Franz Lambert. Für Heino eine Rückkehr zu seinen Wurzeln, denn mit klassischem Gesang begann er seine Karriere vor vielen Jahren. „Ich singe das gern – und dabei wird die Stimme mehr gefordert. Das macht mir Spaß!“

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Und was kommt für Heino, der sich immer wieder neu erfunden hat, danach? Eines auf keinen Fall: Die Musiker-Rente! „Ich habe da etwas vor, aber da kann ich noch nichts dazu verraten“, sagt er und lacht. An Ruhestand sei noch nicht zu denken. „Solange es noch funktioniert – ich bin ja froh, wenn ich überhaupt was machen kann.“