Sarah Connor (41) will mit einem Song über Depressionen Erkrankten und deren Angehörigen Hoffnung machen.  Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Am Sonnabend wurde die Unterhaltungsshow „RTL sagt Danke“ ausgestrahlt – eine Sendung, die ein Dankeschön an alle Helden der Corona-Krise sein sollte, Menschen in systemrelevanten Berufen. Viele Comedians standen hier auf der Bühne – und nicht nur sie. Auch Sängerin Sarah Connor präsentierte bei einem emotionalen Auftritt ihren Song „Stark“ – mit Textzeilen, die den Zuschauern den Atem stocken ließen. Auf Instagram verrät Connor, was es mit dem Lied auf sich hat.

Im Song „Stark“ von Sarah Connor geht es um Depressionen

Denn: Im Text geht es um Depressionen. Zeilen wie „Gefangen im Gedanken-Labyrinth / Allein, obwohl hier viele Menschen sind / Keiner versteht, was in dir passiert´/ Du weißt nicht mehr, wann hast du Glück gefühlt?“ ziehen sich durch das Lied. Was ist da los? Auf Instagram erklärte die Sängerin erst vor Tagen in einem emotionalen Post, was hinter dem Song steckt. Und wie sehr sie unter Depressionen litt.

Der Song ist für einen Menschen, den ich über alles liebe und der durch eine sehr dunkle Zeit gegangen ist“, schreibt Connor. „Depressionen, Selbstmordgedanken, Selbsthass. Ich kenne diese Gefühle selbst. Aber dieses Mal war ich auf der anderen Seite und musste zusehen, wie es einem geliebten Menschen sehr schlecht ging.“

Sarah Connor steht seit Jahren auf der Bühne. Foto: imago images/ZweiKameraden

Sie sei verzweifelt gewesen, habe nicht gewusst, wohin mit ihrer Angst. „Ich habe mir große Sorgen gemacht und es ist mir sehr nahe gegangen, diesem Menschen mit Worten und Zuwendung nicht helfen zu können.“ Darum habe sie das Lied geschrieben. „Stark“ sei ein Song aus der Sicht eines Tröstenden für den Erkrankten. Er solle beiden Seiten Hoffnung schenken.

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„In den letzten Monaten sind mir besonders oft Geschichten begegnet, die von Selbstmordgedanken, Depressionen und Angstzuständen handelten. Der Vater einer Freundin hat sich das Leben genommen. Er litt unter Depressionen, die ihn in die völlige Isolation und Einsamkeit führten. Corona hat all diese Emotionen verstärkt und er wollte nicht mehr leben“, schreibt Connor.

Für Sarah Connor sind Depressionen eine heimtückische Krankheit

Depressionen seien eine unsichtbare, heimtückische Krankheit. „Man fühlt sich vom eigenen Körper und Kopf verraten, von den miesen Gedanken, alles ist sinnlos, man wird zynisch, sarkastisch, dann traurig und schließlich taub.“

Ihr ganzes Leben schon habe sie damit zu tun gehabt. „In jeglichen Beziehungen und Formen. „Meine Fans und Menschen, die sich mit meinen Texten etwas näher beschäftigen, wissen das von mir. Nur weil man auf einer Bühne steht, heißt das nicht, dass man unverwundbar ist. Ganz im Gegenteil.“