Ryan Goslings Actionstreifen kostete Netflix 200 Millionen Dollar – das höchste Budget für einen Streamingfilm aller Zeiten.
Ryan Goslings Actionstreifen kostete Netflix 200 Millionen Dollar – das höchste Budget für einen Streamingfilm aller Zeiten. Valerie Macon/AFP

Sein neuester Film „The Gray Man“ brach schon einen Rekord, ehe er am Freitag anlief. Denn Ryan Goslings Actionstreifen kostete Netflix 200 Millionen Dollar – das höchste Budget für einen Streamingfilm aller Zeiten. In diesem beweist der einstige Herzensbrecher aus Romanzen wie „The Notebook“ und „La La Land“, dass er das Zeug zum eiskalten Killer hat. Gosling spielt den CIA-Auftragskiller Six, der so gut ist in seinem Job, dass er deshalb auf der Abschussliste seines eigenen Spionage-Bosses landet. Der hetzt einen fiesen Killerkollegen – in Form von Marvel-Held Chris Evans – auf ihn.

Hat es Spaß gemacht, „Captain America“ zu schlagen?

Ryan Gosling: Als Kanadier ist mir das nicht so wichtig. Aber Chris war mit ganzem Herzen und Schnurrbart bei der Sache und ich habe dagegengehalten. Das hat mir schon echt Spaß gemacht.

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Sie sind in einer Menge Actionszenen. Haben Sie schon einmal eine solch knochenharte Rolle gespielt?

Ich hatte ehrlicherweise vorher keine Ahnung, worauf ich mich einlasse (lacht). Normalerweise haben Actionfilme im Schnitt vier große Actionszenen – dieser hatte neun! Hallo, geht’s noch? Um Ihre Frage zu beantworten, ich hatte noch niemals eine solche Erfahrung in meiner Karriere gemacht!

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Wie haben Sie sich vorbereitet?

Man stemmt ein paar Gewichte, isst gewisse Dinge nicht. Nichts Aufregendes. Zum Glück hatten wir ein hervorragendes Team von Stuntmännern und tolle Special Effects.

Sie mussten doch aber auch einige der Actionszenen selbst machen, oder?

Ja klar. Dafür habe ich auch hart trainiert.

Ryan Gosling als Ken im neuen Barbie-Film.
Ryan Gosling als Ken im neuen Barbie-Film. Warner Bros

Es gibt da eine Szene, wo Sie in Prag auf dem Dach eines Busses laufen.

Das bin ich tatsächlich selbst und die Szene hat mich schon ziemlich nervös gemacht. Insbesondere, weil es mein allerletzter Drehtag war. Ich habe mich vorher gefragt, ob sie das extra gemacht haben … weil sie dachten, dass es die letzte Szene meines Lebens sein könnte (lacht).

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Die Regisseure, die Russo-Brüder, konnten Sie doch dann sicher überzeugen, dass alles glattgehen wird, oder?

Beruhigen? Wissen Sie, was Joe Russos Motivationsspruch vor jedem Drehtag war? Der Satz, den er jeden Morgen zu uns und der Crew gesagt hat, war „Wenn du einen guten Film machen willst, musste du ein paar Leute umbringen!“ (lacht)

Täuscht es, oder ging es auf dem Set trotz der intensiven Szenen eher locker zu?

Es gab schon ein paar lustige Momente. Wir durften oft improvisieren, insbesondere bei den Kampfszenen. Abgesehen von einer. Die im Krankenhaus. Da wollten die Russos genau die vorher vereinbarte Choreografie und wir haben die immer und immer wieder gedreht. Und würden das bis heute tun, wenn ich nicht eingegriffen hätte.

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Wie denn?

(grinst) Ich habe das Schild mit der Aufschrift „Kardiologie“ gestohlen und versteckt. Und weil sie das Schild nicht finden konnten, durften wir dann auch endlich nach Hause gehen.

Haben Sie ein Souvenir vom Set mit nach Hause gebracht?

Nur ein paar blaue Flecke, aber keine seelischen Narben (lacht).