Moderatorin Ruth Moschner. Foto: Imago/Horst Galuschka

Es braucht nicht viel, um den Hass vieler Menschen im Netz auf sich zu ziehen. Oftmals reicht es sogar schon, niemanden allein mit der Sprache ausschließen zu wollen und zu gendern. Das musste nun auch die beliebte Moderatorin Ruth Moschner feststellen, doch die 44-Jährige verteidigte sich.

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In der Sat.1-Show „Buchstaben Battle“ hatte Ruth Moschner Zuschauer*innen gegendert ausgesprochen, um eben alle mit einzubeziehen. Bei einem Fan kam das allerdings so gar nicht gut an. Einen Screenshot seiner empörten Botschaft teilte die Moderatorin nun auf Instagram. 

„Hallo Frau Moschner, grundsätzlich finde ich Sie klasse“, heißt es darin. „Allerdings haben Sie heute Zuschauer*innen nervig gegendert.“ Der Absender fühlte sich von der geschlechtergerechten Sprache offenbar so gestört, dass er „nicht mal mehr dort reinzappen“ werde. „Bitte das Gendern lassen und unsere Sprache nicht weiter filetieren. Danke!“

Doch Moschner denkt offenbar gar nicht daran, sich vorzuschreiben zu lassen, wen sie anspricht und wen nicht. Sie erklärte, es sei „tragisch“, dass Frauen im Jahr 2021 noch immer nur als Anhängsel in der deutschen Sprache stattfänden. „Ich selbst hätte auch gerne eine neue ebenbürtigere Wertschöpfung, betrachte das Gendern aber als ersten Schritt, Ladies mit ins Boot zu holen“, schreibt die Moderatorin zu dem Screenshot. Frauen gehörten nunmal zur Gesellschaft dazu. „Und Männer können das doch aushalten.“

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Und dann wandte sich Moschner noch mit einem augenzwinkernden Friedensangebot an den Absender der Nachricht: „Sollten Sie also Ihre Männlichkeit nach meinem verbalen Filetieren wiedergefunden haben, freue ich mich, wenn Sie wieder einschalten. Betrachten Sie es als Konfrontationstherapie. Stellen Sie sich Ihrer Angst. Ich glaube an Sie!“

Für ihre Nachricht bekam Ruth Moschner in den sozialen Medien viel Zuspruch. Zahlreiche TV-Gesichter solidarisierten sich mit ihr. Schauspieler und Moderator Jochen Schropp kommentierte beispielsweise: „Ich finde es toll, dass du das machst.“