Jorge Gonzalez, Motsi Mabuse und Joachim Llambi sitzen auch heute Abend in der Jury beim „Let's Dance“-Halbfinale. Rolf Vennenbernd/dpa

Halbfinale bei „Let's Dance“: Heute Abend ab 20.15 Uhr (RTL) entscheidet sich, welche Promis in einer Woche im großen Finale um den Titel „Dancing Star“ 2021 tanzen werden. Dass das kein Kindergeburtstag ist, sondern allen Stars und ihren Profitänzern alles abverlangt, dürfte jedem bewusst sein. Der KURIER begleitet Sie live durch die Sendung. Hier lesen Sie immer zuerst, wer wie viele Punkte bekommen hat und natürlich auch, für wen die „Let's Dance“-Reise zu Ende ist.

Das aktuelle Ranking beim „Let’s Dance“-Halbfinale:

Tanztraining, das ist definitiv eine Herausforderung für alle vier verbleibenden Promis. Fußballer Rúrik Gíslason ist platt. Schauspielerin Valentina Pahde versucht sich mit lockeren Späßen abzulenken und „Prince Charming“ Nicolas Puschmann ist auf seinen Social-Media-Kanälen insgesamt ziemlich abgetaucht. Bleibt noch der Vierte im Halbfinal-Bunde: Boxer Simon Zachenhuber. Der hat schon verraten was in dieser Woche der absolute Albtraum ist.

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Übrigens: Eine Tendenz, wen die Zuschauer heute Abend rauswählen könnten, gibt es bereits. RTL veröffentlichte eine Umfrage. Da hatte zur Mittagszeit Frauenschwarm Rúrik Gíslason mit Abstand die Nase vorn. 

Diese Umfrage-Werte von Freitag-Mittag zeigen ein deutliches Bild von der Meinung der „Let's Dance“-Fans. RTL

Das Opening eröffnet die Sendung gewohnt schwungvoll. Die bereits ausgeschiedenen Profitänzerinnen und -tänzer legen eine flotte Sohle aufs Parkett, aber auch die verbleibenden vier Promis mit ihren Profis fegen ein erstes Mal über die Bühne. Los geht’s mit den Einzeltänzen.

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„Bi-Ba-Butzemann“ und Mobbing-Vorwürfe bei Nicolas Puschmann

Nicolas Puschmann hat sich in die Herzen der Zuschauer getanzt. Als erste Mann, der bei „Let's Dance“ mit einem Mann tanzt, hat er wie kein Zweiter vor ihm ein Zeichen gesetzt im Kampf für Gleichberechtigung und gegen Homophobie. Sein überraschendes Ausscheiden in Runde acht, seine Rückkehr für die verletzte Ilse DeLange, seine emotionsgeladenen, geschichtenvollen Tänze zusammen mit Profi Vadim Garbuzov haben ihn zu einem Mit-Favoriten auf den Titel gemacht. Kann er diesen Anspruch heute Abend rechtfertigen? Die beiden tanzen im „Let's Dance“-Halbfinale einen Paso Doble zu „Boléro“ und einen Jive zu „Great Balls Of Fire“.

Los geht es mit letzterem. Der Jive ist temporeich, lässig muss man trotzdem rüberkommen. Das Training war hart. Aber es hat sich gelohnt. Mit stylischen Hosenträgern und silber-glitzernden Jacketts beginnen die zwei den Auftritt hinter der Bühne. Super synchron wirbeln sie über das Parkett. Was für ein toller Auftakt an einem Abend, der sicher noch die eine oder andere Überraschung mehr im Gepäck haben dürfte.

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Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov tanzten im „Let's Dance“-Halbfinale einen Jive zu „Great Balls Of Fire“. Rolf Vennenbernd/dpa

Auch die Jury ist begeistert. „Was ist super toll fand: Heute im Halbfinale muss man die Seele auf der Tanzfläche lassen - und das habt ihr gemacht. Das war eine tolle Euphorie“, lobt Motsi Mabuse. Moderator Daniel Hartwich erinnert vor dem Urteil von Joachim Llambi an den Jive von Staffel-Opi Jan Hofer. „Mobbing“, wirft Motsi Mabuse ein. So schlecht sei der Tanz nicht gewesen, findet der Chefjuror. Aber auch nicht so gut wie der Jive von Konkurrent Rúrik Gíslason. 25 Punkte gibt es für die erste Vorstellung von Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov.

In Runde zwei haben die beiden einen Paso Doble, den Inbegriff des Männertanzes, vor der Brust. Mehr Angst als vor den Punkten der Jury hat der „Prince Charming“ aber vor einem zu knappen Outfit. Okay, mit dem Körper von Konkurrent Rúrik Gíslason kann er nicht mithalten. Muss er aber auch nicht. Denn es geht ja ums Tanzen, und das kann man auch mit Hemd unterm Bolero-Jäckchen statt oberkörperfrei. Die Bühne brennt, aber mit dem direkten Vergleich gegen Valentina Pahde, die den Paso Doble direkt davor getanzt hat, ist das wirklich schwer. „Das war Bi-Ba-Butzemann“, kritisiert Joachim Llambi. „Es hat mir überhaupt nicht gefallen. Das war nicht stolz, ich dachte du wirfst gleich Kölner Kamelle.“ Motsi Mabuse hat auch gute Seiten gesehen, Jorge Gonzalez fand es sogar „ganz toll“. Selten gingen Jury-Bewertungen soweit auseinander. Das gibt 24 Punkte für  Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov in Tanz zwei.

24 Punkte gibt es für Nicolas Puschmann und Vadim Garbuzov in Tanz zwei. Rolf Vennenbernd/dpa

Bester Tanz und Mega-Kritik für Simon Zachenhuber

Die Umfragewerte lassen nichts gutes erahnen. RTL fragte auf seiner Website: „Welchem Promi drücken Sie die Daumen?“ Abgeschlagener Letzter mit nur fünf Prozent der Stimmen war hier zur Mittagszeit Boxer Simon Zachenhuber. Und wenn man mal ehrlich ist: Rein tänzerisch kann er mit den anderen dreien nicht mithalten. Sein Ausscheiden wäre nach den Leistungen der Vorwochen nur gerecht. Mal schauen, ob das die Zuschauer heute Abend auch so sehen.

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Der 22-Jährige tanzt im „Let's Dance“-Halbfinale zusammen mit Patricija Belousova einen Quickstep zu „Wer wenn nicht wir“ und einen Tango zu „What Is Love“. Seine größte Angst: Der „Impro Dance even more extrem“.

Der Tango ist als erstes dran. Nach der Zitterpartie in der vergangenen Woche stehen sie besonders unter Beobachtung. „Qualität und Technik“, mahnt die Profitänzerin im Training an und freut sich, dass ihr Schützling zumindest nicht aufgibt - bei allen tänzerischen Defiziten. Hinter der Schattenwand startet sie den Tanz, lässt ihn in den ersten Tanken allein auf der Tanzfläche stehen. Als sie hervortritt, längt ihr bombastisches Outfit fast ein bisschen ab. 

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Simon Zachenhuber und Patricija Belousova tanzten im „Let's Dance“-Halbfinale einen  Tango zu „What Is Love“. Rolf Vennenbernd/dpa

Jorge Gonzalez ist begeistert: „Das war für mich dein bester Tanz.“ Dem stimmt Motsi Mabus voll zu: „Das war super, mach heute genau so weiter.“ Und auch Joachim Llambi fand den Tango „deutlich besser, als in den letzten Wochen. Der Solo-Teil und der Tango Argentino haben mir sehr gut gefallen.“ Für den Tango bekommen Simon Zachenhuber und Patricija Belousova 25 Punkte von der Jury. „Unter Druck entstehen Diamanten“, jubelt der Boxer. 

In Runde zwei sind die beiden als erste dran. Der Quickstep zu „Wer wenn nicht wir“ - „Das Lied passt perfekt zu uns“ (Simon Zachenhuber) - birgt eine besondere Herausforderung: eine richtig schwierige Hebefigur. Im Training sah das noch ungelenk aus, in der Live-Show schindet das Paar damit richtig Eindruck. Gut so, ansonsten kam der Tanz an die Vorstellung beim Tango nicht heran. Die Jury bemüht sich, positiv zu bleiben. „Ich fand den Tango besser“, erklärt Joachim Llambi. „Ein Knock-out ist hier das Ende der Veranstaltung. Es tut mir sehr, sehr leid.“ Er redet den Sportler schon fast aus der Show. Mit 22 Punkten für den Quickstep müssen sich Simon Zachenhuber und Patricija Belousova  zufrieden geben. 

Mit 22 Punkten für den Quickstep müssen sich Simon Zachenhuber und Patricija Belousova zufrieden geben. Rolf Vennenbernd/dpa

Tränen bei Valentina Pahde , für 30 Punkte reicht es nicht

Für die Jury ist sie die heimliche Top-Favoritin: GZSZ-Star Valentina Pahde überzeugt einfach jede Woche mit ihren Einzeltänzen. Zusammen mit Valentin Lusin tanzt sie im „Let's Dance“-Halbfinale einen Paso Doble zu „The Hanging Tree“ und einen Cha Cha Cha zu „Ladida“. Gibt es für diese Tänze wieder die 30 Punkte?

Fakt ist aber auch: Der Selbstläufer, der es für sie zu seien scheint, ist ihr vermeintlicher Weg ins „Let's Dance“-Finale nicht. Sie ist nicht die „Miss Perfect“, für die sie alle halten. Das hat sie unter der Woche deutlich gemacht. Und auch Valentin Lusin weiß: „Ihre Schwäche ist aber auch ihre Stärke. Dadurch macht sie auf dem Tanzparkett auch Sachen, die wir so nicht besprochen haben. Und sieht trotzdem gut aus“, verrät er. Aber er weiß auch: „Wir müssen fürs Halbfinale noch detailreicher werden.“

Um die Motivation bei all dem Stress hochzuhalten, hatte RTL in dieser Woche übrigens eine besondere Überraschung für Valentina Pahde bereit. Ihre beste Freundin, Schauspielerin Chryssanthi Kavazi, besuchte sie beim Training. Wie viel Anspannung auf Valentina Pahde lastet, zeigt auch ihre Reaktion auf diesen besonderen Besuch: bei ihr kullerten dicke Tränen.

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Immerhin hatten die zwei, die sonst jeden Tag beim GZSZ-Dreh zusammen vor der Kamera stehen, seit elf Wochen nicht mehr gesehen. Der Kontakt war dennoch immer eng. Auch mit Chryssanthi Kavazis Ehemann Tom Beck. „Chryssa und Tom schicken mir jede Woche vor der Show ein Video, in dem sie mir ganz viel Glück wünschen“, erzählt Valentina Pahde. „Egal wie weit wir voneinander weg sind, wir sind immer miteinander verbunden, das ist wie mit Cheyenne.“

Valentina Pahde und Valentin Lusin tanzten im „Let's Dance“-Halbfinale einen Cha Cha Cha zu „Ladida“. Rolf Vennenbernd/dpa

Aber zurück auf die Tanzfläche: Los geht es mit dem Cha Cha Cha. In einem pinken Bonbon-ähnlichen Kleid bringt Valentina Pahde richtig Schwung auf die Bühne. Ganz so überzeugend wie die Tänze der letzten Woche war das aber nicht. „Ich krieg meinen Mund nicht mehr auf“, klagt sie nach dem Tanz völlig außer Atem. Ansonsten ist sie aber mega-glücklich. 

Die Jury hat für ihre Verhältnisse schon wirklich viel zu meckern. Ist der Druck der Top-Favoritin zu viel für die Schauspielerin? Zwei Tänze kommen ja noch, für den Cha Cha Cha gibt es erstmal 25 Punkt.

Beim Paso Doble in Runde zwei zu „The Hanging Tree“ aus „Die Tribute von Panem“ ist Valentina Pahde die Kämpferin. Mit ihrem ultra-heißen Outfit sind ihr die Anrufe der männlichen Zuschauer als letzte verbleibende Frau gewiss. Und auch der Tanz ist um ein vielfaches besser als in Durchgang eins. Was für ein Feuer, was für eine Leidenschaft - die Valentina Pahde der vergangenen Wochen ist zurück. Mit 29 Punkten wird sie von der Jury belohnt.

Valentina Pahde und Valentin Lusin holen 29 Punkte mit ihrem Paso Doble. Rolf Vennenbernd/dpa

60 Punkte: Rúrik Gíslason liefert mega ab

Für Fußballer Rúrik Gíslason heißt der Endgegner in dieser Woche genau wie für Boxer Simon Zachenhuber: „Impro Dance even more extrem“. Seine Profitänzerin Renata Lusin verrät: „Ich bete zu Gott, dass wir einen Tanz bekommen, an den wir uns wenig erinnern können.“ 

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„Mein Alptraum wäre der Tango“, verrät der 33-Jährige. „Oder Quickstepp, Cha-Cha-Cha, Samba, Rumba … eigentlich alles“, stöhnt er. Aber zuvor stehen ja die Einzeltänze an. Da dürften die beiden mal wieder richtig aufblühen. Rúrik Gíslason und Renata Lusin tanzen im „Let's Dance“-Halbfinale einen Contemporary zu „Bruises“ und einen Charleston zu „The Ding Dong Daddy of the D Car Line“.

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In Runde eins steht der Charleston an: eine Cowboy-Geschichte, in der Rúrik Gíslason die Bar seiner Tanzpartnerin ganz schön aufwirbelt. Da ist richtig viel Schauspielerei in der Choreografie dabei, aber auch zackige Schrittkombinationen. Am Ende schmeißt sie ihn von der Bühne. Das was der bisher beste Tanz des Abends. „Erste Runde geht klar an Rúrik Gíslason. Das war hammer, hammer, hammer, hammer“, ist Motsi Mabuse aus dem Häuschen. „Das war der beste Charleston bei Let's Dance“, urteilt Jorge Gonzalez. Und Joachim Llambi sagt nur: „Bravo! Vorzügliche Unterhaltung.“ Das sind klare 30 Punkte und damit die deutliche Führung.

Rúrik Gíslason und Renata Lusin tanzten im „Let's Dance“-Halbfinale einen Charleston zu „The Ding Dong Daddy of the D Car Line“. Rolf Vennenbernd/dpa

Da beim Contemporary eigentlich alles erlaubt ist, was Gefühle rüberbringt, ist das oft der stärkste Tanz bei allen Promis. Und Rúrik Gíslason zieht natürlich seinen persönlichen Joker, performt wieder mit freiem Oberkörper. Da dürften ihm die Anrufe der weiblichen Zuschauer gewiss sein. In der Gunst der Damen vor den TV-Bildschirmen liegt er sowieso ganz weit vorn.

Warum? Das stellt er auch beim Contemporary unter Beweis. So viel Gefühlt, soviel Anmut. Und als krönender Abschluss eine Akrobatik-Einlage in der Luft. Da kann einem schon mal der Atem stocken. Von Motsi Mabuse gibt es Standing Ovation. „Der Tanz wird für die Ewigkeit bleiben“, sagt sie. „Absolut Gänsehaut! Absolut sensationell!“ Sie kriegt sich gar nicht sein. „Ich habe leider nur 10 Punkte zur Verfügung - das hätte viel, viel mehr verdient heute, von jedem von uns. Das war so beeindruckend“, ist selbst Joachim Llambi völlig verzückt. Klar, dass das nur 30 Punkte geben kann für den Contemporary von Rúrik Gíslason und Renata Lusin. Zum ersten Mal holt ein Promi in diesem Jahr zweimal 30 Punkte.

Rúrik Gíslason und Renata Lusin holen als erste Paar zweimal 30 Punkte in dieser Staffel. Rolf Vennenbernd/dpa

Schock für Valentina Pahde im „Impro Dance even more extrem“

Nach den Einzeltänzen folgt der Albtraum alles Promis: der „Impro Dance even more extrem“. Die Tanzpaare ziehen während der Show einen Tanz per Zufallsprinzip. Dann haben sie eineinhalb Minuten Zeit für einen „Quick Change“ um sich in passende Klamotten zu schmeißen. Die Kandidaten lernen den Song erst 30 Sekunden vor dem Auftritt kennen. Nur in dieser halben Minute können die Profis ihren prominenten Tanzpartnern dann Anweisungen für den direkt anschließenden Tanz geben.

Die erste Kugel zieht Simon Zachenhuber: eine Salsa. Pure Erleichterung steht Partnerin Patricija Belousova im Gesicht.  Allerdings überzieht sie die Umkleidezeit. Das hätte besser klappen müssen. Dafür läuft der Tanz umso besser. Locker und frei schwingt der Boxer die Hüften, ist am Ende sichtlich erleichtert, als die 90 Sekunden um sind. Für die Jury war das dennoch zu wenig. Der Rhythmus hat nicht zum Lied gepasst, unten rum ist nicht viel passiert. „Spaß und Action: ja. Tänzerische Qualität: eher nein“,  lautet das Gesamturteil. 21 Punkte addieren sich zu den Punkten der Einzeltänze.

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Simon Zachenhuber und Profitänzerin Patricija Belousova tanzen im „Impro Dance even more extrem“ eine Salsa. Rolf Vennenbernd/dpa

„Leben am Limit“, weiß auch Valentina Pahde, bevor sie die Kugel mit der Aufschrift Langsamer Walzer zieht. „Den habe ich ja noch nie getanzt, kann ich das gegen den Wiener Walzer tauschen“, sagt sie und ist sichtlich schockiert. Das findet auch der Chefjuror nicht so toll: „Hätte man da nicht einfach Walzer schreiben können, dann hätten die Paare, die schon mal Langsamen Walzer getanzt haben, den gezeigt und die anderen eben den Wiener Walzer.“

In den 30 Sekunden, die das Paar eigentlich für die Choreografie hat, erklärt Valentin Lusin der Schauspielerin die Grundschritte des Tanzes. Eigentlich können sie aus der Nummer nur als Gewinner herausgehen - und immerhin ist Valentina Pahde ja auch die Königin der Improvisation. Mit einer laaaaangen Hebe-Drehung schindet der Profi eindrucksvoll Zeit. Wow! Was für eine unfassbare Vorstellung. „Wir haben den wirklich nicht geübt, wir haben auf Lücke gelernt“, gibt Valentin Lusin zu. Und dafür war es wirklich „grandios“ (Motis Mabuse).„ Jetzt hat hoffentlich jeder gesehen, dass du hier nicht irgendein Liebling bist - sondern dass du einfach eine klasse Tänzerin bist. Du bergeifst super schnell, das war eine sehr ordentliche Leistung“, meint Joachim Llambi. 26 Punkte gibt es für diese Klasse-Leistung.

Schauspielerin Valentina Pahde und Profitänzer Valentin Lusin bekommen 26 Punkte für ihren Langsamen Walzer. Rolf Vennenbernd/dpa

Rúrik Gíslason zieht die Rumba. Renat Lusin freut sich. „Auf was freust du dich?“, kann der Ex-Fußballer es nicht fassen. Erinnern kann er sich an nichts, sagt er im Einspieler. Macht er sich jetzt den bisher perfekten Abend kaputt? Und ja, der nach den Einzeltänzen führende wirkt gehemmt, steht viel auf der Stelle. Gut, dass er schon vorher viele Punkte eingesammelt hat. Für die Impro-Rumba gibt es 22 Punkte.

Sin froh, den  „Impro Dance even more extrem“ überlebt zu haben: Rúrik Gíslason und Renata Lusin. Rolf Vennenbernd/dpa

Nicolas Puschmann startet als Letzter im „Impro Dance even more extrem“, muss den Slowfox tanzen, den er in Show drei schon einmal auf die Bühne brachte. Dafür, dass das so lange her ist, machen die Zwei richtig Ballett auf der Bühne, tanzen viel frei. Es ist nicht alles perfekt, aber es sieht flott aus. „Das war ein mega-super Impro Dance“, meint Jorge Gonzalez. Auch der Chefjuror fand: „Das war besser als die anderen beiden Tänze heute.“ Für den Slowfox gibt es 27 Punkte.

Nicolas Puschmann startet als Letzter im „Impro Dance even more extrem“, muss den Slowfox tanzen und sackt dafür 27 Punkte ein. Rolf Vennenbernd/dpa

Raus ist ...

Auch wenn er in den Impro-Tänzen der schlechteste war: Rúrik Gíslason steht im Halbfinale zwei perfekten Einzeltänzen auf Platz eins nach dem Jury-Ranking da. Abgeschlagener Letzte ist Simon Zachenhuber. Und ganz ehrlich: Rein tänzerisch, das ist kein Geheimnis, hat er im Finale nichts zu suchen, weil die andern einfach mindestens eine Klasse besser sind.

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Erwartungsgemäß ziehen Rúrik Gíslason und Renata Lusin auch als erste ins Finale ein. Ihnen Folgen Valentina Pahde und Valentin Lusin. Es steht fest: Zum ersten Mal kämpft im „Let's Dance“-Finale ein Ehepaar gegeneinander. Zittern müssen Nicolas Puschmann und Simon Zachenhuber. Das rote Licht geht letztlich aus für Nicolas Puschmann. Damit sind Simon Zachenhuber und Profitänzerin Patricija Belousova raus.