Markus Krampe und Lukas Podolski vor ihrem Brauhaus Zum Prinzen. Imago/Herbert Bucco

Da mussten „Supertalent“-Fans fast zweimal hinlesen: Fußball-Weltmeister Lukas Podolski wird neuer Juror beim Supertalent und ist somit ein Baustein für die Ära nach Dieter Bohlen. Doch je mehr Hintergründe bekannt werden, desto weniger überraschend erscheint dieses Engagement. Denn den Deal hat ein gut vernetzter Mann eingetütet: Ex-Wendler-Manager Markus Krampe.

Lukas Podolski und Markus Krampe kennen sich seit Jahren

Krampe und Podolski kennen sich bereits seit vielen Jahren. Sie pflegen eine freundschaftliche Beziehung und halten beide jeweils die Hälfte der Kölsch-Kneipe Brauhaus Zum Prinzen in der Kölner Innenstadt. Zudem organisieren sie gemeinsam einmal im Jahr ein Benefizturnier mit vielen Promis im Kölner Umland. Und nun starten sie gemeinsam bei RTL durch!

Die erste Idee, den Kölner TV-Sender RTL und den Ur-Kölner Fußballer Podolski zusammenzubringen, habe es schon vor einigen Jahren gegeben, verrät Krampe nun in der Bild. „Da ging es noch um Sport-Übertragungen“, sagt Krampe. „Aber damals war es noch zu früh.“ Abgeneigt war Podolski aber wohl nie. Denn er gibt zu: „Ich kenne die Leute bei RTL schon lange. Die haben mir früher schon immer die Tickets für Schumi-Rennen besorgt, als ich noch kleiner FC-Kicker war. Das habe ich nicht vergessen.“

Lukas Podolski und Markus Krampe kennen sich seit vielen Jahren. Imago/Eibner

Krampe erzählt: Plötzlich fragte RTL für das „Supertalent“ an

Doch vor drei Monaten, mitten in der Neuaufstellung von RTL, sei der Sender dann erneut auf Krampe zugegekommen und habe gefragt, ob das „Supertalent“ nicht vielleicht etwas für den Linksfuß, der damals noch als Profi bei Antalyaspor unter Vertrag stand, wäre. Und Poldi, so berichtet Krampe, sei direkt begeistert gewesen. Die Verhandlungen, die Krampe zusammen mit Podolskis Manager Nassim Touihri führte, seien sofort gut angelaufen, berichtet er.

Und so konnte vor einigen Tagen Vollzug vermeldet werden. Sowohl RTLs Unterhaltungschef Kai Sturm als auch der ehemalige Nationalstürmer waren sehr zufrieden. „‚Das Supertalent‘ habe ich immer gerne mit meiner Familie geschaut, jetzt sitze ich bald selbst auf dem Jurystuhl. Ich gespannt auf diese und weitere neue Herausforderungen bei meinem neuen Verein. Und das in meiner Heimatstadt Köln“, sagte Poldi. 

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Es ist der erste größere öffentliche Deal, den Markus Krampe nach dem Skandal um seinen ehemaligen Klienten Michael Wendler und dessen antisemitische Verschwörungstheorien eintütet. Dass das so möglich ist, liegt auch daran, dass er sich sofort klar und deutlich von dem Gedankengut seines ehemaligen Schützlings distanziert hat. Krampe hat ein gutes Krisenmanagement bewiesen, sich so das Vertrauen in der Branche erhalten – und ist dank dem Poldi-Deal wieder richtig oben auf!