Susanne Ohlen wollte ihre Berichte mit etwas Schlamm offenbar dramatischer aussehen lassen. Imago, YouTube

Susanna Ohlen ist eine bekannte „Guten Morgen Deutschland“-Reporterin und -Moderatorin. Zuletzt berichtete sie für RTL aus der von der Flut schwer zerstörten Stadt Bad Münstereifel. Offenbar nicht immer mit lauteren Mitteln. 

Für viele ist die 39-Jährige nicht nur eine authentische Reporterin. Sie wurde für ihre beherzte Mithilfe sogar zur Heldin. „Susanna Ohlen packte bei den Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel tatkräftig mit an und teilt im Netz schockierende Aufnahmen“, hieß es in einem RTL-Bericht. Schlammverschmiert erzählte die Reporterin vor der Kamera vom Leid der Menschen und rief die Zuschauer auf, ebenfalls zu helfen. 

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„Jeder packt hier mit an, schnappt sich ne Schippe. Wenn ihr ne Schippe zu Hause habt, gerne auch ne Schubkarre, kommt hierhin, meldet euch“, sagte sie bei Instagram. Ohlen erklärte, dass sie auch aufgrund ihres persönlichen Bezugs zu dem Ort mithilft. „Mich trifft das auch noch einmal eine Spur intensiver, weil wir haben ein Ferienhaus hier, zwei Kilometer entfernt, da ist Gott sei Dank nichts, aber natürlich, hier stehen die Menschen zusammen, man hilft sich gegenseitig“, sagte die Reporterin.

RTL löscht den Bericht  

Inzwischen ist der Bericht auf der Webseite des Senders gelöscht. Ohlen wurde beurlaubt.

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Denn offenbar ging es bei ihren Berichten nicht immer ganz sauber zu. Oder besser gesagt: ein bisschen zu schmutzig. Was war passiert? Auf YouTube  kursieren inzwischen mehrere Videos der RTL-Reporterin, die Susanna Ohlen zeigen, wie sie sich in der Trümmerlandschaft selbst mit Schlamm beschmiert. Anschließend ging sie offenbar auf Sendung. Die Bilder sollten so wohl dramatischer wirken. 

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RTL bestätigt Beurlaubung

Auf Anfrage der Zeitung TZ bestätigte eine RTL-Sprecherin die Echtheit des Videos und die Beurlaubung: „Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards. Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt.“ Noch ist übrigens nicht geklärt, wer das Video aufgenommen und ins Netz gestellt hat.