Steve Jordan wird die Stones auf ihrer „No Filter“-Tour begleiten. imago (Archivfoto)

Der Tod von Rolling-Stones-Drummer Charlie Watts hat die Fans der Kult-Band geschockt. 1963 stieg er bei der damals blutjungen Band ein, 58 Jahre lang, bis zu seinem Tod saß er am Schlagzeug der wohl erfolgreichsten Rockband der Welt. Die Stones ohne Charlie Watts: Für viele Fans unvorstellbar. Doch die Band will weiterrocken.

Und es ist keine Respektlosigkeit gegenüber dem gerade erst verstorbenen Charlie Watts. Denn dieser hat offenbar höchstselbst seinen Nachfolger ausgesucht. Watts war bereits aufgrund gesundheitlicher Probleme ausgefallen, als die Band ihre aktuelle „No Filter“-Tour durch die USA nach der Absage vieler Termine während der Corona-Zeit fortsetzen wollten. Die Band musste also für die kommenden Termine bereits ohne Watts planen.

Steve Jordan hatte mit Keith Richards zusammengearbeitet

Doch wer kann so jemand wie den Schlagzeug-Virtuosen Charlie Watts überhaupt ersetzen? Der kam eigentlich vom Jazz und hatte den Sound der Band mit präzisen Beats maßgeblich geprägt. Noch zu Lebzeiten, so berichten mehrere US-Medien, soll er sich für den Drummer Steve Jordan als Stones-Schlagzeuger ausgesprochen haben. 

US-Zuschauer kennen Jordan aus Show-Bands, die bei Saturday Night Live und Late Night With Dave Letterman auftraten. Mit Keith Richards hatte der Drummer bereits für ein Projekt Mitte der 80er-Jahre zusammengearbeitet. Jordan spielte auch mit den Blues Brothers, Stevie Wonder, Bruce Springsteen, Beyoncé, Eric Clapton und zahlreichen weiteren Superstars zusammen. Seit dem 5. August steht fest, dass Jordan die Stones bei den 13 Tournee-Terminen in den USA begleiten wird. Am 26. September ist das erste Konzert in der neuen Besetzung in St. Louis geplant, am 20. November das letzte in Austin, Texas.