Bei der Expertise im „Bares für Rares“-Studio: Expertin Bianca Berding, Moderator Horst Lichter, Kandidat Christian Simon. Foto: ZDF

Es gibt Gegenstände, die so seltsam sind, dass die wenigsten etwas damit anfangen können – doch manchmal sind es gerade diese Dinge, die in der ZDF-Show „Bares für Rares“ die größten Erlöse bringen. Christian Simon (31) brachte ein solches „Ding“ ins Studio der Trödel-Sendung, konnte vorab kaum etwas darüber herausfinden, setzte einen niedrigen Wunschpreis an. Die Expertise sorgte dann nicht nur für Erleuchtung, sondern auch für eine prall gefüllte Geldbörse!

Der 31-Jährige brachte ein seltsames Glasgefäß mit einem vergoldeten Walross-Kopf zur Expertise. Was es damit auf sich hat? „Recherchiert haben wir viel, aber leider gar nichts gefunden“, sagt er. „Deshalb hoffe ich, dass die Expertise weiteres dazu sagen kann.“ Expertin Bianca Berding findet das besondere Stück auf den ersten Blick „drollig“, wie sie Moderator Horst Lichter sagt.

Der „Bares für Rares“-Kandidat kaufte ein Haus, fand darin das mysteriöse Objekt

Drollig ist auch die Geschichte, wie Kandidat Christian zu dem seltsamen Teil kam. „Ich und meine Frau haben ein Haus gekauft, samt Inhalt. Und da stand der im Keller.“ Horst Lichter: „Waren viele Schätze drin?“ – „Ja, aber auch viel Müll.“

Das seltsame Gefäß, das bei „Bares für Rares“ verkauft wurde, ist ein Dekanter in Form eines Walross. Foto: ZDF

Aber: Was ist es nun? „Wir haben hier ein ganz süßes Walross – und dieses Walross ist wichtig für einen wahren Weinkenner“, sagt Expertin Berding. „Denn um stilvoll Wein zu genießen, braucht man einen Dekanter. Und das hier ist ein Dekanter in naturalistischer Tierform.“ Solche Gefäße seien sehr gut, weil sie dem Wein eine große Oberfläche bieten, deshalb viel Sauerstoff aufgenommen werden kann. In Deutschland seien solche Tiergefäße nicht sehr verbreitet, aber in Amerika.

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Berding: „Das Walross wird am englischsprachigen Raum als jolly, als lustig bezeichnet. Das ist auch die Reaktion von jedem, der den Dekanter sieht: Er freut sich darauf, daraus den Wein zu genießen.“ Die Materialien seien nicht ganz so edel wie gedacht: Am Glasgefäß sind Messingteile angebracht, die aber immerhin vergoldet wurden. Am Griff sei die Vergoldung schon abgerieben, dafür sei der Kopf seit fein graviert. „Die Augen bestehen aus Glas, die Stoßzähne aber nur aus künstlichem Verbundstoff, das ist kein Elfenbein.“ Das Alter schätzt die Expertin auf 50 bis 70 Jahre.

„Bares für Rares“-Händler Fabian Kahl verliebte sich sofort in den Walross-Dekanter. Foto: ZDF

Was möchte der Kandidat haben? „50 bis 100 Euro hatte ich mir gedacht“, sagt Christian Simon. Bleibt’s dabei? Nein! „Bezüglich des Preises wird es jetzt interessant“, sagt Berding. „Denn es gibt ein Sammelgebiet rein für diese naturalistisch geformten Tier-Dekanter. In England und in Amerika wird genau dieses Walross vierstellig gehandelt. Da es sich hier um den deutschen Markt handelt, würde ich knapp darunter bleiben, ich taxiere es auf 700 bis 800 Euro.“

Der Preis der Expertin erstaunt sogar „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter

Moderator Horst Lichter fassungslos: „Das hätte ich wirklich nicht gedacht!“ Auch der Kandidat selbst staunt. „Ich bin fast rückwärts umgefallen.“

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Ab in den Händler-Raum! Die Experten sind begeistert. Fabian Kahl stellt sofort fest: „Das ist für meine Sammlung genau das Richtige!“ Fallen die Gebote auch so groß aus wie die Freude? Mit 50 Euro geht es los, dann ist schnell die 200er-Grenze geknackt. Kahl und Julian Schmitz-Avila und Fabian Kahl kämpfen um das Walross, überbieten sich immer wieder. Immer höher klettert der Preis, über 400, über 500, über 600, über 700 Euro. Am Ende bekommt Schmitz-Avila den Zuschlag für sagenhafte 800 Euro. „Überwältigend“, stellt auch Wolfgang Pauritsch fest. Und Kandidat Christian ist beeindruckt. „Krass – 800 Euro, damit hätte ich nicht gerechnet. Und sie hatten richtig Spaß beim Bieten. Ich freue mich!“