Henrik Stoltenberg und Chris Töpperwien sind Kandidaten bei „Promis unter Palmen“. Foto: RTL2, Imago/D. Zmeck

Trash-TV wird oft belächelt, doch auch diese Art von Fernsehen produziert sich nicht von alleine. Die Produktion befindet sich stets auf einer Gratwanderung, dem Zuschauer eine möglichst unterhaltsame und authentische Show zu bieten, zu der freilich auch Streitereien gehören, dabei aber nicht die Kontrolle zu verlieren. Während RTL dieses Spiel in zahlreichen Formaten bislang recht erfolgreich aufs Brett gebracht hat, scheitert Sat.1 offenbar nun einmal mehr an dieser Aufgabe. Während „Promi Big Brother“ oftmals zum Einschlafen ist, scheint die zweite Staffel von „Promis unter Palmen“ wie schon die erste im Chaos zu versinken. Denn offenbar wurden schon zwei Stars während der Aufzeichnungen aus der Sendung geworfen.

„Promis unter Palmen“: Henrik und der Currywurstmann fliegen raus

Wie die Bild berichtet, wurden TV-Auswanderer Chris Töpperwien (46), besser bekannt als der Currywurstmann, und der prollige CDU-Minister-Enkel Henrik Stoltenberg (24) von der Produktion aus der Sendung geworfen. Grund waren bei beiden offenbar heftige Streitereien mit der ehemaligen Dschungelkönigin Melanie Müller. Bei beiden soll es zu Drohgebärden gegenüber der Sächsin gekommen sein. Erst wurde Töpperwien der Villa verwiesen, drei Tage später auch Henrik Stoltenberg. Für die beiden rückten die bereits ausgeschiedenen Giulia Siegel und Willi Herren nach.

Der Sender wollte sich auf Anfrage des KURIER nicht näher zu den Vorfällen äußern. Eine Sendersprecherin bestätigte lediglich, dass Töpperwien und Stoltenberg Teil des Casts sind. „Was in der Sendung passiert, zeigt Sat.1 in der Ausstrahlung im Frühjahr“, sagte sie. Die beiden Geschassten äußerten sich bislang nicht zu den Vorfällen. Besonders Henrik Stoltenberg dürfte das Aus aber getroffen haben, schließlich soll die Teilnahme bei „Promis unter Palmen“ eines der großen TV-Ziele des 24-Jährigen gewesen sein.

Bei Love Island war Stoltenberg noch freundlicher zu den Damen.  Foto: RTL2

Promis unter Palmen: Sat.1 will Eskalation wie letztes Jahr vermeiden

Während sich Sat.1 bedeckt hält, will Bild wissen, was hinter den Ausschlüssen steckt. Nach den heftigen Mobbing-Attacken von Bastian Yotta, Carina Spack und Matthias Mangiapane in Richtung Claudia Oberth im vergangenen Jahr, wollen die Macher eine erneute Eskalation unbedingt vermeiden, heißt es. Bisher scheint das nicht so gut geklappt zu haben. Das Blatt zitiert einen Produktionsmitarbeiter: „Was dort gerade passiert, dagegen ist der Zoff im letzten Jahr ein Fliegenschiss.“

Töpperwien und Stoltenberg sollen den Drehort in Thailand bereits verlassen haben. Laut Bild plant Sat.1 auch die Finalfolge, in der die ausgeschiedenen Kandidaten eigentlich noch einmal zu sehen sind, ohne die beiden Streithähne.