Adele sprach erstmals öffentlich über ihre Scheidung. dpa/Simon Emmett/Columbia Records/PA Media

„Ich war sehr von mir selbst enttäuscht!“ In einem Interview mit US-Talkshow-Königin Oprah Winfrey sprach die britische Popsängerin Adele (33) zum ersten Mal öffentlich über ihre Scheidung. Sie enthüllte, dass sie sich geschämt hatte, als es ihr klar wurde, dass die Ehe mit Simon Konecki am Ende war: „Ich nehme ein Ja-Wort sehr ernst und so sollte es auch sein. Und wenn man Kinder hat, dann sollte man eigentlich zusammenbleiben. Deshalb war ich für meinen Sohn so enttäuscht, als es in die Brüche ging.“

Adele schämte sich für das Scheitern ihrer Ehe

Adele hat allerdings bis heute eine gute Beziehung zum Vater ihres Kindes: „Er ist der Mensch, den ich bis heute am meisten respektiere und wir sind noch immer gute Freunde. Er ist ein wichtiger Mensch in meinem Leben geblieben.“ Einer Freundin hatte sie 2019 laut Bericht als Grund für die Scheidung genannt, dass sie in der Ehe nicht happy war – „weil ich nur vor mich hinlebe und einfach nur existiere“.

Am schwersten fiel Adele das Gespräch mit ihrem sechsjährigen Sohn über die Scheidung

Am härtesten war für die Promi-Mutter ihr Gespräch mit Sohn Angelo über die Scheidung seiner Eltern: „Wie kann man einem Sechsjährigen erklären, dass ich seinen Vater zwar liebe, ich aber nicht mehr in ihn verliebt bin.“ Was sie sich für die Zukunft ihres inzwischen neun Jahre alten Sohnes wünscht: „Ich will einfach nur, dass er ein guter Mensch ist!“

Adeles späte Versöhnung mit dem todkranken Vater

Die britische Sängerin, deren neues Album „33“ am 19. November erscheinen soll, brach bei ihrem Gespräch in Tränen aus, als sie über ihren im Mai an Darmkrebs verstorbenen Vater Mark Evans sprach. Mit dem 57-Jährigen hatte sie sich kurz vor dessen Tod nach Jahren der Eiszeit wieder versöhnt und die letzten Tage mit ihm in Wales verbracht: „Mein Dad hatte mich im Stich gelassen durch seine völlige Abwesenheit. Und weil er es nie versucht hat (ein Vater zu sein). Doch am Ende habe ich es endlich verstanden, dass das der Alkohol war.“

Adele verriet, dass ihr Vater zum Ende seines Lebens endlich verstehen konnte, wie sehr er seiner Tochter wehgetan hatte – indem er sich ihre Songs anhörte: „Das war für mich teilweise eine Wiedergutmachung und versöhnlicher Abschluss, der mir sehr geholfen hat“.

Tod des Vaters änderte Adeles Leben

Den Tod ihres Vaters nahm Adele zum Anlass, ihren Lebensstil zu ändern: „Es war der Alkohol, der meinen Vater von mir genommen hat. Ich habe daher realisiert, dass ich noch selbst viel an mir arbeiten muss. Ich habe mit dem Trinken aufgehört und mit Fitnesstraining angefangen.“ Dass sie dadurch viel Gewicht verlor, hat Adeles Einstellung zu ihrem Körper nicht verändert: „Ich habe meinen Körper vorher geliebt und tue es jetzt auch. Ich sehe mich nicht als Vorbild für andere. Deshalb gönne ich mir ab und zu auch mal Fastfood und habe keine Ernährungseinschränkungen!“