Rapper Bushido im Jahre 2012 mit seiner damals schwangeren Frau Anna-Maria Lagerblom in Berlin. Im Jahr darauf kam Djibrail zur Welt. dpa/Jens Kalaene

Es ist eine extrem selten diagnostizierte Erkrankung, die aber womöglich viel zu selten erkannt wird: Bis zum Jahre 2000 stellten Ärzte das PFAPA-Syndrom gerade einmal weltweit 200 Male fest. Erstmals 1987 wurde die Krankheit mit der Abkürzung der Symptome periodisches Fieber, aphthöse Stomatitis, Pharyngitis und zervikale Adenitis beschrieben. Doch Experten gehen davon aus, dass das PFAPA-Syndrom deutlich häufiger auftritt und nicht als solches erkannt wird.

In einer Instagram-Story hat Anna-Maria Ferchini, die Ehefrau von Rapper Bushido nun bekannt gemacht, dass auch ihr gemeinsamer Sohn Djibrail unter dieser Krankheit leidet, seit Jahren unerkannt. Ärzte fanden für die Symptome des Kindes einfach keine passende Diagnose. Immer wieder klagte das Kind über Bauchschmerzen, Knochenschmerzen, Übelkeit, begleitet von Fieberschüben. Die Eltern machten sich große Sorgen, doch die Ärzte blieben lange Zeit ratlos.

Charité-Ärzte erkannten PFAPA-Syndrom bei Bushido-Sohn

Klarheit habe dann eine ausführliche Untersuchung in der Immunologie der Berliner Charité gebracht. „Seitdem ist es auch okay, weil man weiß, wie man damit umgehen muss“, sagt Anna Maria (40), Mutter von insgesamt acht Kindern. Mit drei Jahren habe der kleine Djibrail erstmals über Schmerzen geklagt.

„Bei Djibrail hat sich das so geäußert, dass er Bauchschmerzen im Oberbauch hatte.“ Einmal im Monat sei das vorgekommen und dann immer wieder. Die Tage zuvor habe er über Knochenschmerzen geklagt. „Er hat immer gesagt, er kann nicht laufen.“ Dazu kamen Fieber und Aphthen: schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut, Zahnfleisch, Mundhöhe, Mandeln.

So wird das PFAPA-Syndrom bei Kindern und Jugendlichen behandelt

Vom PFAPA-Syndrom betroffen sind besonders häufig Kinder und Jugendliche, insbesondere Jungen. Seltener tritt es bei Erwachsenen auf. Für Ärzte ist die Diagnose wegen fehlender Diagnose-Standards schwierig: Die Charité-Mediziner mussten zunächst alle anderen möglichen Erkrankungen ausschließen, um das PFAPA-Syndrom bei Bushidos Sohn zu bestätigen.

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Behandelt wird die Krankheit unter anderem mit fiebersenkenden Mitteln und Hormonpräparaten, die die entzündlichen Prozesse hemmen. In aller Regel wächst sich die Krankheit aus: Die Schübe treten mit der Zeit in größerem Abstand voneinander auf und verschwinden nach einigen Jahren meist von selbst.