Paris Hilton im Februar 2020. Foto: Imago Images/ADMedia Starface

Die Welt sah das anders, aber Paris Hiltons Liebesleben war lange ein einziger Reinfall. Die Hotel-Erbin sagt, dass mehrere Ex-Freunde sie geschlagen hätten. In einer neuen Dokumentation über ihr Leben konnte sie es nicht aussprechen, aber im Interview erklärt die 39-Jährige den Ursprung ihrer unglücklichen Beziehungen mit Männern: ihre traumatischen Erlebnisse als Teenager in einem Internat für schwer erziehbare Jugendliche in Provo (Utah). Im Video-Interview erinnert die 39-Jährige sich:

Hilton: Ich habe selbst rasende Eifersucht mit Misshandlungen von Männern als Liebesbeweis betrachtet. Ich habe so viele falsche Männer gedatet. Ohne Provo hätte es auch nie das Sexvideo gegeben, weil ich so einen Mann niemals in mein Leben gelassen hätte.

War das Sexvideo das Schlimmste, was Sie im Leben je durchmachen mussten?

Ohne Zweifel! Danach habe ich den Glauben an Liebe und das Vertrauen in Männer völlig verloren. Es bricht mir das Herz zu wissen, dass ich bis zum Rest meines Lebens für einen privaten Moment zwischen zwei Menschen bewertet werde. Es macht mich wütend. Wie gemein die Leute zu mir danach waren. Sie haben sich über ein junges Mädchen, das einem älteren Mann vertraut hat, lustig gemacht und mich als Urheberin dargestellt. So etwas würde heute nicht mehr passieren!

Haben Sie professionelle Hilfe in Anspruch genommen?

Nein, ich war nie deswegen bei einem Therapeuten. Aber dass ich darüber zum ersten Mal reden und endlich alle meine Emotionen herausholen konnte, war wie echte Therapie für mich.

Wie gehen Sie mit der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen um?

Es ist sehr zum Fürchten, was auf der ganzen Welt so abgeht. Aber ich versuche immer, auch gute Seiten für jede Situation zu finden. In meinem Fall hat mich der Lockdown gezwungen, zu Hause zu sein und nicht mehr zu reisen. So konnte ich über mein Leben nachdenken und habe begriffen, welche Dinge für mich wirklich wichtig sind.

Paris Hilton ihrer Zeit als It-Girl mit Schauspielerin Maya Rudolph und Hündchen Tinkerbell Foto: Imago-Images/NBC

Worauf freuen Sie sich, wenn Corona hoffentlich ein Ende hat?

Ich kann es kaum erwarten, wieder zu reisen. Ich habe seit meiner Kindheit jeden Sommer in Europa verbracht und konnte es diesmal nicht. Außerdem vermisse ich meine Konzerte und DJ zu sein. Ich sehne mich nach dem Kick, den ich durch die Energie all der Fans bekomme.

Paris Hilton plant Kinder und Hochzeit

Sie sind inzwischen seit fast einem Jahr in einer festen Beziehung mit Carter Reum. Was sagen Sie zum Thema Ehe und Kinder?

Ich kann es nicht erwarten, eine Familie zu gründen. Ich habe endlich den perfekten Partner gefunden. Für mich ist es das Wichtigste im Leben, Kinder zu haben. Es wird sehr bald sein. Ich bin bereit!

Was macht Sie so sicher, nach all den Enttäuschungen jetzt den richtigen Mann gefunden zu haben?

Ich habe mich noch nie so glücklich im Leben gefühlt. Und wusste gar nicht, dass das möglich ist, weil ich noch nie wirklich Liebe richtig zugelassen habe. Ich musste lernen, mich selbst zu lieben. Das habe ich früher nie getan.

Wie haben Sie Carter getroffen?

Wir kennen uns seit 15 Jahren und waren befreundet. Am letzten Thanksgiving hat seine Schwester mich und meine Familie zu sich nach Hause eingeladen. Und dann hat es richtig gefunkt und wir sind seither unzertrennlich. Wir haben seitdem nicht eine Nacht ohne einander verbracht!

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Was sind seine besten Qualitäten?

Er ist schlau, mitfühlend, witzig, romantisch, loyal und alles, was ich mir immer von einem Mann erhofft habe. Er schafft es, das Beste aus mir herauszuholen. Wir sind ein echtes Team.

Ist die Hochzeit schon geplant?

Wir wollen so schnell wie möglich heiraten. Auch ich muss mir wohl meinen Mädchentraum einer riesigen Märchenhochzeit wegen Corona abschminken. Aber ich habe ja nun meinen Traumprinzen gefunden und will nicht mehr lange warten. Dann wird es halt eine intime Zeremonie im Kreis der Familie sein.

Wie ist die Beziehung zu Ihrer Familie?

Sehr eng. Meine Mutter und meine Schwester sind meine besten Freundinnen. Es ist so fantastisch, zu wissen, dass sie mich immer unterstützen.

Paris Hilton mit ihrer Schwester Nicky. Foto: Imago-Images/Jim Ruymen

Dabei waren es Ihre Eltern, die Sie damals auf das Internat geschickt haben ...

Meine Eltern hatten keine Ahnung, was sich auf dem Internat abgespielt hat. Sie haben damals nur das Beste gewollt. Ich war ein Teenager, der außer Kontrolle geraten war, und sie hatten Angst um ihr kleines Mädchen. Es war nicht ihre Schuld. Sie haben einfach das geglaubt, was die Internatsleitung ihnen vorgegaukelt hat. Deshalb ist meine Doku auch eine Warnung an alle Eltern.

Sie sagen in Ihrer Doku, dass die Paris, die die ganze Welt kennt, nicht wirklich existiert. Dass sie nur eine Figur ist, die Sie sich ausgedacht haben …

… und in die ich mich lange Zeit selbst verloren habe. Ich habe diese Rolle so lange gespielt, dass ich nicht mehr wusste, wer ich war. Zum Glück habe ich mich jetzt gefunden und weiß, wer ich bin!

Und wer sind Sie?

Ich bin eine erwachsene Frau, die nett und schlau ist und ein sehr großes Herz hat.