Die Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow sollen, wie gewohnt, bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im Januar 2022 durch die Show führen.   dpa/Marius Becker

Wie es auch immer kommt: Der Dschungelkönig 2022 wird nach Stand der Dinge ein Herrscher ohne Regenwald werden. Denn das Camp der RTL-Realityshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ wird wegen Corona fern von Australien aufgeschlagen. Zurzeit plant der Sender mit Südafrika. Die Ekel- und Mutproben sollen am Rande des berühmten Krüger-Nationalparks stattfinden. Doch seit dem Aufkommen der Omikron-Virusvariante dürfte man hinter den RTL-Kulissen wohl einen neuen Plan B entwickeln.

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Realitystar Filip Pavlovic, Modeschöpfer Harald Glööckler und Sänger Lucas Cordalis (v.l.n.r.) sollen eigentlich 2022 in das RTL-Dschungelcamp einziehen.  

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Nach Auskunft von RTL vom 30. November bleibt es für die Teilnehmer – darunter Reality-TV-Kandidat Filip Pavlovic, Sänger Lucas Cordalis und Designer Harald Glööckler – nach jetzigem Stand beim Reiseziel Südafrika: „Für das Dschungelcamp wird weiter mit Südafrika geplant, aber natürlich unter Beobachtung der aktuellen Entwicklungen.“ Darüber hinaus hält sich der Privatsender zum Thema bedeckt.

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Der Aussichtspunkt Bourke’s Luck Potholes zählt zu den Touristenattraktionen der Region. Hier beginnt der Blyde River Canyon. 

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Die 15. Staffel des Spektakels soll laut diesem Szenario im Januar in der spektakulären Savannenlandschaft nahe dem Blyde River Canyon produziert werden. Da gibt es zwar jede Menge schöner und auch gefährlicher Tiere und Landschaften für Mut- und Ekelproben aller Art – aber überhaupt keinen Dschungel. Der Kap-Staat bietet den Machern der Show nicht nur wegen der geringeren Zeitverschiebung zu Deutschland viele dramaturgische Vorteile. Dennoch sind Zweifel erlaubt, ob es bei diesem Plan bleibt.

Das ins Auge gefasste Dschungelcamp befindet sich nahe einer der schönsten Routen auf dem Weg zum Krüger-Nationalpark: dem Blyde River Canyon. In Vor-Corona-Zeiten wimmelte es hier nur so vor Touristen aus aller Welt, doch dann sorgten globale Restriktionen erst mal für monatelange Flaute im Tourismusgeschäft. Nun bereitet sich das Park-Management erneut auf Kaskaden von Stornierungen vor.

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Mit der Entdeckung der neuen Omikron-Variante hagelt es Reisebeschränkungen gegen Südafrika

Denn seit der Entdeckung der neuen Omikron-Variante im südlichen Teil des Kontinents hagelte es nur so Reisebeschränkungen gegen Südafrika – und das, obwohl auf der südlichen Halbkugel gerade Sommer ist, also die Hochsaison. Touristen von außerhalb Afrikas bringen der Branche nach Schätzungen jährlich umgerechnet 4,7 Milliarden Euro ein.

Dabei hatte die Branche nach fast zweijähriger Corona-Flaute endlich wieder Morgenluft gewittert. Alles stand bereit für den Neuanfang, viele Anlagen waren aufwendig modernisiert und auf Hochglanz gebracht. Bei der Anreise über das wichtigste Einfallstor für Touristen auf dem Weg zum berühmten Tierparadies – dem Eastgate-Flugplatz – könnten die Dschungelkämpfer eine gerade für 1,2 Millionen Euro modernisierte Anlage bewundern.

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Südafrikanische Tourismusbranche verstand das Dschungelcamp als Hoffnungsträger 

Das Dschungelcamp wurde von der Tourismusbranche in gewisser Weise auch als Hoffnungsträger verstanden. Ähnlich sieht es bei der heimischen Filmindustrie aus. Galt der Kap-Staat einst wegen seiner günstigen Preise und der grandiosen Landschaften als Tummelplatz für Drehteams aus aller Welt, so knickte laut der nationalen Film- und Videostiftung der Umsatz der Branche ebenso wie die Zahl der Jobs drastisch ein. Jeder Drehtag im Lande ist daher willkommen. Doch nach Bekanntgabe der neuen Variante am 25. November hagelte es Absagen.

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Was passiert, wenn auch RTL der Dreh in Südafrika zu gefährlich wird? Eine komplette Absage? Unwahrscheinlich. Eher ist mit einem Ersatz in Deutschland zu rechnen. So spielten die Prominenten im Januar 2021 in einer „Dschungelshow“ mit. Sie lebten dabei als Kleingruppe in einem winzigen Häuschen in einem Studiokomplex in Hürth bei Köln. Das hieße: Ekelprüfungen inmitten von Topfpflanzen. Ohne Dschungel.