Gegenwind für Oliver Pocher. Imago/Sven Simon

Mit seinen Auftritten im Netz hat sich Oliver Pocher selbst zum Corona-Moral-Apostel stilisiert. Gerne kritisiert und motzt er gegen jeden, der die Regeln bricht. Und seien es nur moralische. Für ihn selbst scheinen diese hohen Ansprüche aber nicht zu gelten.

Im Gedrängel eines vollen Stadions, ohne Maske natürlich – so sahen wir Pocher am vergangenen Wochenende in den USA. Corona? Infektionsgefahr? Das ist ihm offensichtlich völlig egal. Hauptsache cool. Hauptsache zeigen, wo man dabei sein darf als deutscher TV-Promi.

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Urteil im Netz: Was für ein Heuchler!

Zuletzt hatte sich Pocher noch über feiernde Karnevalisten aufgeregt. Schlimm sei das – und für ihn offenbar völlig etwas anderes, als mit Zehntausenden in einer Arena zu kuscheln. Das Urteil im Netz war eindeutig: Was für ein Heuchler!

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Oliver Pocher wirkt auf viele verlogen. imago/Kirchner-Media

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Follower über Pocher: „Peinlicher geht es kaum noch“

Wie weit Pocher mit seinen Urteilen zum Beispiel gegen Karnevalisten geht, zeigte ein Beispiel auf Instagram. In einem Video imitierte er mit röchelnder Stimme einen Corona-Intensivpatienten „nach zwei Monaten Beatmung“. Der Text dazu: „Ich war am 11.11. auf der Zülpicher Straße und hab da richtig Karneval gemacht. Ich lass mir doch von denen da oben nicht sagen, ob ich Spaß haben kann oder nicht.“

Dieses Video fanden schon damals viele widerlich und geschmacklos. Nach Pochers eigenem Auftritt am Wochenende ist die Empörung darüber noch gewachsen.

Menschenansammlungen im 2G-Bereich unter freiem Himmel wie beim Karneval hielt Pocher also für verantwortungslos und ließ das auch alle Welt wissen. „Irrsinnig“ und „Wahnsinn“ nannte der Entertainer das Verhalten der feiernden Menge.

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Pocher brüstet sich mit Besuch beim Super Bowl

Anfang der Woche brüstete sich der 43-Jährige auf Instagram dann mit seinem Besuch im SoFi Stadium in Los Angeles. Mehrere Fotos und Videos zeigen ihn als Zuschauer auf der Tribüne des Super Bowl, dem Finale der amerikanischen Football-Meisterschaften.

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70.000 Menschen saßen dort. Alle ohne Maske. Das entsprach den geltenden Regeln. Das galt für den Karneval im Rheinland allerdings auch.

Oliver Pocher: Er pöbelt gegen andere, für sich selbst gilt das nicht

In den Kommentaren bekommt Pocher heftigen Gegenwind. Von Doppelmoral ist da die Rede – und wörtlich: „Der Coronaprediger! Peinlicher geht es kaum noch.“

Pocher selbst hat offenbar gemerkt, dass seine Haltung früherer Tage inzwischen extrem verlogen wirkt. Seine Lösung: Er löschte seine alten Videos. Viele davon sind allerdings im Netz noch zu finden.

Pocher verstieß schon gegen Hygieneregeln

Schon einmal war Oliver Pocher mit einer ganz eigenen Haltung zu den Hygieneregeln aufgefallen, die nichts mit seinen Anforderungen an Dritte zu tun haben. Nachdem er sich immer wieder über das Verhalten von Influencern echauffiert hatte, die offen gegen Corona-Regeln verstießen, pfiff er im Spätsommer beim Strandkorb Open Air im schleswig-holsteinischen Hartenholm auf die gleichen Regeln.

Am Ende führten Pocher sogar zwei Polizeibeamte ab. Der TV-Promi pöbelte und wehrte sich mit Händen und Füßen.

Bei Regeln hat es Pocher also offenbar am liebsten, wenn sie nur für die anderen gelten.

Inzidenz in Kalifornien höher

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Das zeigt jetzt auch das Super-Bowl-Beispiel.

Empört hatte Pocher im November auf die Zahlen verwiesen: Die 7-Tage-Inzidenz beim Karneval in Köln lag damals bei 250.  In Kalifornien waren es am Sonntag laut den Behörden deutlich über 300 ...

Aber auch dafür wird Pocher sicher eine wahnsinnig logische Begründung finden.