Gewann den Titel bei den Frauen: Stefanie Noppinger.  Foto: TVNOW, Markus Hertric

16 Athleten sind übrig geblieben. Sie alle versuchen am Freitagabend den Mount Midoriyama zu erklimmen und Deutschlands erster Ninja Warrior zu werden. Zuvor aber müssen sie es durch die zweite und damit entscheidende Finalrunde schaffen.  Die Moderatoren Laura Wontorra, Frank Buschmann und Jan Köppen bieten dafür knallharte Hindernisse  auf. So hart war es noch nie. 

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In "Stage 2" müssen die Athleten zunächst ein neues Hindernis überwinden: die Chaos-Kegel. Es folgen Schwingflügel, die Zickzack-Himmelsleiter, die Steuerräder und die ebenfalls neuen vertikalen Hebebrücken. Für diesen Parcours haben die Teilnehmer maximal drei Minuten Zeit.

Wenn sie das schaffen , geht es nach kurzer Pause weiter in die „Ninja Warrior“-Stage 3. Diesmal ohne Zeitvorgabe, aber mit brutal schweren Hindernissen. Zunächst müssen die schwebenden Türen überwunden werden. Danach folgen der „Spaziergang“, die Finger-Leisten 3.0, die Steck-Kästen, die Kugel-Haken und der Stangen-Flug. Dann erst wartet der Mount Midoriyama.

Neben den „Ninja Warrior-Altstars“ Moritz Hans, Alexander Wurm, Oliver Edelmann und Kim Marschner haben es in das große Finale mit Philipp Göthert und Leon Wismann zwei Youngster geschafft. Können die 19 und 18 alten Starter den ganz großen Coup landen?

Im Halbfinale von „Ninja Warrior“ war bereits der Titel „Last Woman Standing“ an Stefanie Noppinger vergeben worden. Holt sich Alexander Wurm am Freitag zum dritten Mal in Folge den Sieg bei den Männern? 

Oliver Wurm nach seinem Sieg bei "Ninja Warrior" 2018.  Foto:  RTL/Stefan Gregorowius

Seine mentale Stärke macht Wurm auch diesmal zum Favoriten, sagt Samuel Faulstich, Finalist bei „Ninja Warrior“ 2018 der Fuldaer Zeitung. Daneben sieht er Moritz Hans ganz vorne. „Der Kopf macht fast 50 Prozent bei Ninja Warrior aus“, so der 25 Jährige. „Er ist sozusagen der wichtigste Muskel.“

Samuel Faulstich, Finalist bei „Ninja Warrior“ 2018.  Foto:  Stefan Gregorowius/TVNOW

Neben Kraft seien dann noch Koordination und Ausdauer wichtig, erklärt Faulstich. „Man muss ruhig und konzentriert ran gehen“, sagt der Fuldaer im Interview mit der Zeitung. „Sonst passiert schnell mal ein kleiner Fehler oder man braucht zu viel Kraft, weil man zu verkrampft ist.“

Doch was sind für den Experten die schwierigsten Hindernisse im Finale

Als erstes nennt er die Fingerleisten. An diesem Hindernis können die Athleten nur die Fingerspitzen einsetzen, um Halt zu finden. Brutal schwer. „Wenn man die Fingerleisten mal selbst probiert, merkt man, wie schwierig das ist“, sagt Faulstich. „Man braucht jahrelanges Training, um sich auch nur ansatzweise nach einem Sprung an einer Fingerleiste halten zu können.“ Aber: Dies ist ein  Standard-Hindernis im Finale. Die Athleten kennen es. 

Das gilt auch für die hängenden Türen, an denen sich die Athleten festhalten und dabei geschickt die Füße zur Stabilisierung einsetzen müssen. Besonders schwierig hier: der Übergang von einer schwebenden Tür zur anderen. 

„Dabei braucht es gute Körperposition und Körperspannung. Und auch Kraft im Daumen, damit man sich an den Türen festhalten kann. Deshalb kommen auch an den Türen die Kletterer einfacher durch“, sagt Faulstich. 

Nur wer auch diesen Parcour besiegt, darf am Ende auf den Mount Midoriyama - ein 20 Meter hohes Stahlgerüst, das in der fünften Staffel zum ersten Mal unter freiem Himmel aufgebaut ist. Rauf geht es mit Hilfe eines aufgehängtem Taus. Der Haken: Die senkrechte Strecke von 20 Metern muss in 25 Sekunden erklettert werden. Nur dann darf sich der Athlet „Ninja Warrior“ nennen. 

Bisher hat das kein einziger geschafft. Aber unmöglich ist es nicht. "Die Chance, dass es jemand auf den Mount schafft, schätze ich auf 10 bis 20 Prozent ein“, sagt Faulstich.