Nico Santos soll Juror bei „The Voice of Germany“ werden. Foto: dpa/Britta Pedersen

In der neunten Staffel schnupperte Nico Santos schon einmal „The Voice of Germany“-Luft. Als Comeback-Coach, führte er Kandidaten, bei denen die Hauptjuroren nicht auf die Buzzer drückten, in Web-Shows ins Halbfinale. Doch in der neuen Staffel, die im Herbst starten soll, soll der Wahlberliner befördert werden: Nico Santos wird auf einem der roten Sessel Platz nehmen und einer der Hauptjuroren sein, das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur „spot on news“.

Schon im Vergangenen Herbst ließ Santos durchblicken, dass er sich durchaus mehr vorstellen könnte, als „nur“ Comeback-Coach zu sein. In einem Interview sagte er: „Der Einstieg über die Comeback Stage war perfekt. So konnte ich in die „The Voice“-Family reinschnuppern und war als Online-Coach immer der Retter. Bis auf die Entscheidungen, wer weiterkommt, hatte ich einen super Job.“ Nun fühlt er sich offenbar bereit für eine größere Herausforderung - und dafür, auch mal der Buhmann zu sein, der bei einer tollen Stimme vielleicht nicht auf den Buzzer haut.

Wer in der Jubiläumsstaffel, es wird die zehnte Runde der Musik-Show in Deutschland, neben Nico Santos in der Jury sitzen wird, ist indes noch unklar. Sicher ist: Rapper Sido ist nicht dabei. Während die ausstrahlende Sendergruppe Prosieben-Sat1 im Juni verkündete, dass stete Wechsel auf den Jury-Positionen Teil des Konzepts seien, sprach Sido auf einem Autokino-Konzert davon, dass er gefeuert sei.

Nico Santos (Mitte) als Comebackcoach mit den Haupt-Coaches Sido, Rea Garvey, Alice Merton und Mark Forster. Foto: dpa/Britta Pedersen

Und auc Alice Merton, die im vergangenen Jahr mit ihrem Gesangstalent Claudia Emmanuela Santoso die Show gewann, wird in der zehnten Staffel nicht mit dabei sein - wohl aber aus freien Stücken. Vor rund drei Wochen verkündete das Management der 26-Jährigen, dass sie sich in diesem Jahr neuer Musik widme und daher entschieden habe, nicht erneut Teil der Show zu sein.

So bliebe auch wenn Nico Santos, der am Dienstag erfolgreich seine Fahrprüfung absolvierte, ab Herbst zu den arrivierten Juroren Rea Garvey und Mark Forster stoßen würde, ein Platz leer. Schon länger spekulieren Medien, dass altbekannte Gesichter wie Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß, Yvonne Catterfeld oder der finnische Sunrise Avenue-Frontman Samu Haber den letzten freien Drehsessel übernehmen könnten. Die besseren Chancen dürften wohl die beiden Frauen haben. Denn noch nie gab es eine rein männliche Jury bei „The Voice“ - und es gibt keinen Grund, das in der Jubiläumsstaffel zu ändern.