Die Schauspielerin Marie-Luise Marjan wird am 9. August 80 Jahre alt. Foto: Tobias Hase/dpa

Marie-Luise Marjan war 35 Jahre lang die Mutter Beimer in der ARD-Serie „Lindenstraße“. Privat jedoch war sie nie verheiratet, hat keine Kinder. „Ich habe nie einen Heiratsantrag bekommen, deshalb musste ich auch keinen ablehnen. Ich hatte immer langjährige Liebesbeziehungen und habe mir im Laufe meines Lebens einen großen, wunderbaren Freundeskreis aufgebaut“, verrät die beliebte Schauspielerin im „Bunte“-Interview. Wegen ihres Berufes sei ein Eheleben ohnehin schwierig gewesen.

Außerdem habe sie auch nie den dringenden Wunsch verspürt, zu heiraten. „Ich hatte eine genaue Vorstellung von der perfekten Ehe“, so Marjan zu „Bunte“. „Dass die Frau dann völlig für ihren Mann da ist. Aber ich wollte am Theater arbeiten, reisen und meine eigenen Ideen umsetzen. Wenn ich geheiratet hätte, hätte ich gern so eine Familie gegründet wie die singende Trapp-Familie aus dem berühmten Kinofilm: sieben Kinder, alle musizieren und gemeinsam ziehen wir singend durch die Welt. Allerdings traf ich nie den Mann, mit dem ich dieses Familienidyll gründen wollte.“

"Verlieben kann man sich immer noch, auch mit 100"

Einen neuen Mann an ihrer Seite könnte sich Marie-Luise Marjan aber schon vorstellen. Der Zeitschrift „Bunte“ verriet die 79-Jährige vor einem halben Jahr, wie er sein sollte. „Er muss Humor haben, unternehmungslustig und fröhlich sein – und schlank, höchstens ein ganz kleines Bäuchlein haben.“ Ihr Alter spielt für sie keine Rolle: „Warum denn nicht? Verlieben kann man sich immer noch, auch mit 100“, sagte die Schauspielerin.

Am 9. August wird der TV-Star 80 Jahre alt. Marjan selbst kam kurz nach der Geburt in ein Waisenhaus und wurde dann von ihren späteren Pflegeeltern adoptiert. Ihre leibliche Mutter lernte Marjan später kennen. Sie bemühte sich um den Kontakt und besuchte sie später in Kanada, wohin diese ausgewandert war. Doch das Verhältnis zu ihr blieb kühl. „Ich bin ihr aber nicht böse, dass sie mich damals weggegeben hat. Denn sie hatte ja eigentlich das gleiche Schicksal wie ich, war auch im Waisenhaus“, sagte Marjan. Enttäuscht sei sie aber darüber gewesen, dass die Mutter ihr nichts über ihren unbekannten Vater erzählen wollte.