Megan soll eigentlich das Spielzeug der Zukunft sein - doch schon bald macht sie ihren Besitzern das Leben zur Hölle.
Megan soll eigentlich das Spielzeug der Zukunft sein - doch schon bald macht sie ihren Besitzern das Leben zur Hölle. imago/Picturelux

Es ist ein immer wieder auftauchendes Thema in Serien, Filmen und Büchern: Was passiert, wenn sich die technischen Entwicklungen des Menschen irgendwann gegen uns alle richten? Übernehmen dann Roboter die Erde? Werden wir alle von unseren Haushaltsgeräten gejagt? Und was ist eigentlich mit elektronischem Spielzeug? Zumindest auf die letzte Frage gibt der neue Horrorfilm „Megan“ eine Antwort – hier terrorisiert eine neuartige Spielzeug-Puppe ihr Umfeld.

Horror-Puppe Megan mischt ab Donnerstag Deutschlands Kinos auf

Wer den Trailer des Films (ab 12. Januar im Kino) zu sehen bekommt, muss vermutlich erst einmal schmunzeln: Auf dem Markt des Puppen-Horror scheint dieser Streifen völlig neue Wege gehen zu wollen. Ein gruseliges, makaberes Püppchen wie bei „Chucky“ oder „Annabelle“ aus dem Universum der erfolgreichen Filmreihe „Conjuring“ sucht man hier vergebens. Stattdessen steht Megan im Vordergrund, eine neuartige Spielzeug-Puppe mit langem, blondem Haar, Mädchen-Kleidchen, großen Kulleraugen.

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Entwickelt wurde sie von Wissenschaftlerin Gemma – sie arbeitet für ein Spielzeugunternehmen, will mit der Puppe das Kinderspielzeug der Zukunft schaffen. Dann geschieht ein tragisches Unglück: Ihre Schwester und deren Mann kommen bei einem Autounfall ums Leben. Gemma nimmt ihre gemeinsame Tochter bei sich auf – ihre Nichte - und bringt sie zur Trauerbewältigung mit der Roboter-Puppe Megan zusammen.

Die kleine Cady versteht sich mit Roboter-Puppe Megan einfach blendend.
Die kleine Cady versteht sich mit Roboter-Puppe Megan einfach blendend. imago/Picturelux

Zunächst läuft alles gut, die kleine Cady und ihre neue Puppe werden enge Freunde. Doch dann passiert, was passieren musste: Weil die Puppe lernt und sich selbstständig weiterentwickelt, wird sie irgendwann zur Gefahr für alle Menschen im Umfeld. Noch dazu verteidigt sie ihre Freundin Cady bis aufs Blut - schließlich ist es ihre Aufgabe, sich um das Mädchen zu kümmern... Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten – aber: Das auch ein Wesen aus Gummi und Metall in der Lage ist, auch den einen oder anderen Mord durchzuführen, dürfte Horrorfilm-Fans klar sein.

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Besonders machen diesen Horror-Film – der KURIER sah ihn bereits – vor allem zwei Dinge: Zum einen wird die Puppe hier von einer echten Schauspielerin verkörpert. Das wahre Gesicht von Amie Donald verbirgt sich also unter einer glatten Silikon-Maske, man bekommt es nie zu sehen. Doch diese Technik ermöglicht eine Spiel-Vielfalt, wie es sie bei bisherigen Horrorfilm-Puppen nicht gab. Außerdem wird es in dem schwarzhumorigen Film durchaus auch zum Brüllen komisch, denn das Verhalten von Puppe Megan ist an manchen Stellen putzig, manchmal bitterböse, manchmal aber auch einfach zum Lachen.

Doch auch der Grusel kommt nicht zu kurz: Ein paar gute Schrecksekunden, die teils düstere Atmosphäre und das Thema lassen alle, die sich Sorgen um die technische Entwicklung in der Zukunft machen, mit einer dicken Gänsehaut zurück. Denn: Ist es nicht immer gruselig, wenn aus einer Situation, die im ersten Moment harmlos erscheint, das absolute Grauen entwickelt? Wenn sich etwas, das unter menschlicher Kontrolle entstand, in eine Richtung entwickelt, in der es sich einfach nicht mehr kontrollieren lässt?

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Dass man sich hier gruseln darf, kommt nicht von ungefähr, schließlich wurde der Film unter anderem von Horror-Meister James Wan („Saw“, „Conjuring“) produziert. An seinen Genre-Vorgänger „Smile“, der im Herbst vergangenen Jahres die Kinos im Sturm eroberte, kommt „Megan“ aber nicht heran.