Dieter Hallervorden dpa/Jan Woitas

Wer den Namen Didi hört, denkt fast immer erst an Dieter Hallervorden. Aber wie kam der Schauspieler („Honig im Kopf“) eigentlich zu diesem Spitznamen? Das geht auf seinen TV-Dauerbrenner „Nonstop Nonsens“ (1975-1980) zurück. „Es geht so: Die ersten Folgen von „Nonstop Nonsens“ waren ja alle durchbrochen durch eine Slapstick-Geschichte, die durchlief. Und in der ersten, „Herr Slap und das verpasste Rendezvous“, hieß ich Slap, also geschrieben S-L-A-P“, erzählte der 86-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Diesen Spitznamen sollte man eigentlich englisch aussprechen - so wie in dem Wort Slapstick eben. Doch nach dem TV-Debüt im März 1975 kam es anders, wie der Komiker dann bei Begegnungen auf der Straße feststellte: „Am nächsten Tag riefen alle: „Mensch, Hi, Slabb!““ Mit der brachialen deutschen Aussprache hatte Hallervorden offensichtlich nicht gerechnet. „Und ich dachte: Um Gottes willen! Eh' ich immer „Slabb“ genannt werde, nenne ich in Zukunft den Typen Didi.“

Vom kommenden Donnerstag an (20.15 Uhr) ist Hallervorden in der ZDF-Serie „Mein Freund, das Ekel“ in Doppelfolgen zu sehen. Die Serie ist eine Weiterentwicklung eines quotenstarken Fernsehfilms mit Hallervorden und Alwara Höfels in den Hauptrollen. Der Schauspieler aus Berlin bringt im November zudem das Studioalbum „80 plus“ heraus.

Privat ist Didi eigentlich kein Ekel

In „Mein Freund, das Ekel“ spielt Hallervorden einen pedantischen pensionierten Lehrer, der eine spannungsgeladene Freundschaft zu einer chaotischen alleinerziehenden Mutter führt. Obwohl Hallervorden die Rolle nach eigenen Worten sehr schätzt, habe er mit dem von ihm gespielten Ekel Olaf Hintz nichts gemeinsam: „Da muss ich ganz ehrlich sagen: gar nichts. Es sei denn, ich treffe auf einen unqualifizierten Zahnarzt oder auf einen Gerichtsvollzieher, der sich in der Tür geirrt hat. Oder auf eine uneinsichtige Politesse. Da bin ich das Ekel par excellence. Aber sonst privat eigentlich nicht.“