Der Golf-Superstar Tiger Woods hatte Ende Februar einen schweren Autounfall. Fotos: AP Photo/Ryan Kang, imago images/ZUMA Wire

Bekam Tiger Woods von den Behörden einen Promibonus? Unfallexperten kritisieren die Polizei von Los Angeles für schwere Versäumnisse nach dem Autounfall der Golflegende. Der 45-Jährige war ohne zu bremsen in die Mittelleitplanke gerast. Den Polizisten, die zuerst an der Unfallstelle waren, verriet der Star, dass er sich nicht mehr an die Fahrt erinnern konnte.

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Laut USA Today wären für mehrere forensische Unfallermittler die vorliegenden  Indizien mehr als Grund gewesen, das Blut von Woods auf Spuren von Medikamenten, Drogen- oder Alkoholeinfluss zu untersuchen. Doch Polizeichef Alex Villanueva entschied bereits kurz nach dem Unfall, es gäbe keine Anzeichen dafür, dass es „sich um was anderes als einen gewöhnlichen Unfall handelt“. Weil seine Beamten keine Alkoholfahne gerochen und Woods auch bei klarem Verstand gewesen sei. Unfallexperte Charles Schack wird dagegen zitiert: „Das gesamte Unfallszenario spricht dafür, dass der Fahrer völlig unaufmerksam oder gar hinter dem Steuer eingeschlafen war. Und wenn er dann noch hinterher zugibt, dass er keine Erinnerung mehr hat, überhaupt hinterm Steuer gesessen zu haben, muss man einfach Tests machen. Oder zumindest Woods mit einem Experten befragen.“

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Jetzt ist es dafür zu spät. Laut Juristen müsste Woods zustimmen, dass man nachträglich eine Blutanalyse macht. Oder ein Richter müsste es anordnen. Doch dafür müssten nach kalifornischem Recht klare Hinweise für eine Ordnungswidrigkeit oder ein Verbrechen vorliegen – was dank des Polizeiberichts nicht der Fall ist.