Kasia Lenhardt wurde im Februar tot in ihrer Berliner Wohnung gefunden. Foto: Imago/Future Image

Im Februar 2021 wurde das Model Kasia Lenhardt tot in ihrer Berliner Wohnung aufgefunden (KURIER berichtete) – und während ihr Ex-Freund, Fußball-Star Jérôme Boateng, zu dem dramatischen Fall noch immer schweigt, meldete sich jetzt eine andere Frau zu Wort. Rebecca Silvera war einst ebenfalls mit Boateng liiert, warf Kasia Lenhardt vor, ihr den Mann ausgespannt und ihre Familie zerstört zu haben. Nun teilt sie auf Instagram ihre Gefühle.

Die beiden Frauen lieferten sich im Internet eine Schlammschlacht

Silvera war die Freundin von Jérôme Boateng, dann lernte er Kasia Lenhardt kennen. Er verliebte sich, trennte sich von Rebecca und machte seine Liebe zu Kasia öffentlich. Doch Silvera kam über den Verlust offenbar nie hinweg, sodass es zwischen ihr und Kasia Lenhardt zu einer regelrechten Schlammschlacht kam, die erst privat ausgetragen wurde – und später auch öffentlich.

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Nun ihr langer Post auf Instagram. Auf insgesamt sieben mit Text beschrieben Bildern teilt sie ihre Gedanken und Gefühle zum Tod von Kasia Lenhardt. „Ich bin am Boden zerstört über das, was passiert ist. Das ist die größte Tragödie, die ich in meinem Leben erfahren musste, und ich werde sie nie vergessen“, schreibt sie dort.

Und weiter: „Ich wünschte mir von ganzem Herzen, ich könnte zurückgehen und über meinen Schmerz hinwegschauen, um zu sehen, dass alles, was Kasia gemacht hat, von ihrem eigenen Schmerz ausgelöst wurde.“ Heute sei ihr klar: „Verletzte Menschen verletzen Menschen. Und diese verletzten Menschen verletzen mehr Menschen und so geht es weiter. Es braucht eine sehr starke Person, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.“ Es tue ihr Leid, dass sie vorher dazu nicht in der Lage gewesen sei.

Rebecca Silvera schreibt, sie habe sich nur verteidigen wollen

Kasia Lenhardt sei nun tot, „also möchte niemand hören, welche schlechten Dinge sie getan hat“, schreibt sie. Sie wolle aus Respekt vor Lenhardts Familie auch keine Beweise aufführen. „Aber das ist die Wahrheit.“ Sie habe sich nur verteidigen wollen. „Ich habe absolut daran geglaubt, dass sie und ich eines Tages hätten unsere Differenzen überwinden können, das Verständnis füreinander finden. Ich wollte nie etwas Schlechtes für Kasia. Ich wollte nur, dass sie aufhört, mich zu verletzen.“

Lenhardt habe sich bedauerlicherweise entschieden, sich das Leben zu nehmen, „und ich bin darüber zutiefst erschüttert, aber ich kann diese Schuld nicht auf mich nehmen, weil ich sicher bin, dass es nicht an meinen Äußerungen lag“, heißt es außerdem.

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Im letzten Teil ihres Statements schreibt sie: „Dass Kasia nicht mehr da ist, habe ich niemals gewollt und ich hätte mir niemals vorstellen können, dass so etwas geschehen könnte. [...] Ich bete für ihre Familie, dass sie Frieden findet, auch wenn sie das Geschehene nie verstehen kann, und dass ihr Schmerz irgendwann heilt.“

Hier gibt es Hilfe

Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote:

Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de

Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Sonnabend nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de.