Hildegard Jafreilich versuchte ihr Glück am Sonnabend bei „Das Supertalent“ – doch die Jury buzzerte die Kunstfigur von Comedian Stefan Fleischmann aus dem Rennen. Foto: TVNOW/Stefan Grwgorowius

In der ersten Folge der neuen Staffel von „Das Supertalent“ waren am Sonnabend bereits viele echte Talente zu sehen, darunter Zauberer, Artisten und eine kleine Sängerin, die sogar einen goldenen Buzzer kassierte. Doch über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – das gilt vor allem in Sachen Comedy.

„Das Supertalent“: Dieser Auftritt sorgte bei der Jury für Verwirrung!

Und so sorgte ein Auftritt eher für Verwirrung bei Publikum und Jury. Der Teilnehmer Stefan Fleischmann aus Rüsselsheim wollte seine Kunstfigur „Hildegard Jafreilich“ präsentieren – aber scheiterte leider grandios.

Der 42-Jährige kommt aus Rüsselsheim, tritt als Travestiekünstler und Comedian auf. Seine Kunstfigur heißt Hildegard Jafreilich, ist 75 Jahre alt, redet Dialekt – und zwar ohne Punkt und Komma! Bereits der Begrüßungs-Talk mit TV-Star Lola Weippert fällt denkwürdig aus. „Ach Gottchen, liebe Leit, wer bist du denn?“ – „Ich bin die Lola, wer bist du?“ – „Ach, die Ilona!“

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Dann quatscht und quatscht die Hildegard – und Lola Weippert resümiert: „Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Menschen finde, der noch mehr labert als ich.“ Und was macht Hildegard hier? Sie wolle ihr Talent vorstellen – „dass ich gut kommuniziere kann!“

Hildegard Jafreilich hatte mit ihrem Auftritt beim „Supertalent“ von RTL leider überhaupt kein Glück. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Dann geht es auf die Bühne: Hildegard sucht zuerst nach dem Stern, auf den sie sich stellen soll („Ist das der von dem Broddewäy, da in Las Vegas?“), begrüßt dann die Jury, lässt aber niemanden zu Wort kommen.

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„Let’s Dance“-Star Motsi Mabuse guckt völlig irritiert – und auch Entertainer Riccardo Simonetti fragt: „Ist das die Performance?“ Und auch Sylke und Gerd, zwei Zuschauer, die als „Zuschauer der Woche“ regelmäßig Kommentare abgeben, fragen: „Was soll das sein?“ Dann stellt Mabuse die alles entscheidende Frage: „Was ist dein Talent?“ Hildegard darauf: „Ich bin Tratscherin.“

Der komplette Auftritt von Hildegard Jafreilich bei „Das Supertalent“.

Video: Youtube

Und schon war es das: Die „Ehrlich Brothers“ drücken den roten Buzzer, verkünden damit lautstark ihr „Nein“. Designer Michael Michalsky zieht nach. Dann gibt es auch den Rauswurf von Mabuse und Simonetti. Applaus vom Publikum – und ein trauriger Blick von Kunstfigur Hildegard. Comedian Fleischmann fällt es sichtlich schwer, die Fassung zu wahren. „Aber ich freu mich, dass ich do war!“

Wer ist die irre „Supertalent“-Hildegard im echten Leben?

Und wer ist sie nun im wahren Leben, diese Hildegart Jafreilich? Stefan Fleischmann wuchs in Rüsselsheim auf, entdeckte mit 19 Jahren die Liebe zum Theater. Die Kunstfigur entwickelte er schon vor mehr als vier Jahren, erzählte er der „Main-Spitze“ – in der Rolle tritt er unter anderem auf Geburtstagen auf.

Wenig begeistert vom Auftritt: „Supertalent“-Juror Michael Michalsky. Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius

Zum „Supertalent“ kam er wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde: „Ich wurde ungefragt, überraschenderweise, aber gern gesehen von meiner besten Freundin angemeldet.“

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Riccardo Simonetti schließt den schrägen Auftritt in der TV-Show ab. „Ich glaube einfach, die Hälfte von uns versteht dich leider nicht.“ Aufgrund des Dialekts ist es tatsächlich schwer. „War sehr schön“, sagt Motsi Mabuse. Eines ist dennoch spannend: Der respektvolle Umgang der Juroren mit dem Kandidaten. Denn: Unter Dieter Bohlen wären die Kommentare sicherlich anders ausgefallen, der Rausschmiss anders verlaufen.