Sänger Steven Tyler von der Rockband Aerosmith bei einem Auftritt im April 2022 Michael Tran/AFP

„Unser geliebter Bruder…hat einen Rückfall erlitten und sich freiwillig auf Entzug begeben“. Eigentlich wollte die US-Rockband Aerosmith („Walk this Way“) dieses Jahr ihr 50. Bandjubiläum nachholen. Doch daraus wird erst einmal nichts. Frontmann Steven Tyler, der die Formation 1970 gründete, ließ sich in die Entzugsklinik einweisen – zum insgesamt neunten (!) Mal in seinem Leben.

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In einem Statement schrieben der 74-Jährige und die Band auf Instagram, dass „Steven nach jahrelangem Kampf, clean zu bleiben“, wegen Schmerzmitteln nach einer Fußoperation einen Rückfall erlitten habe: „Steven muss sich jetzt erst einmal auf seine Gesundheit und seine Genesung konzentrieren.“

Steven Tyler (r.) und seine Aerosmith-Bandkollegen Charles Sykes/Invision/AP/dpa

Steven Tyler: Es ist nicht sein erster Drogen- und Medikamenten-Rückfall

Es ist bei Weitem nicht der erste Drogen- und Medikamenten-Rückfall der Rock-Legende. Schon in den 70ern konsumierte Tyler harte Drogen wie Kokain und Heroin. Er und Bandgitarrist Joe Perry bekamen damals den Beinamen „The Toxic Twins“ (die giftigen Zwillinge), den sie bis heute tragen. Nach eigenen Angaben will der Sänger in seiner Lebenszeit rund 20 Millionen US-Dollar in Kokain und Heroin investiert haben.

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Tyler machte als Konsequenz bis 2009 insgesamt acht Entzüge durch. Den letzten wegen Medikamenten-Sucht. Jetzt der neunte. Die Band wollte im Juni mit ihrer Geburtstags-Tour starten, hat aber alle Termine bis zum September abgesagt. Auf Twitter schrie sie: „Vielen Dank für Ihr Verständnis und für Ihre Unterstützung für Steven in dieser Zeit…wenden Sie sich bitte an Ihre Verkaufsstelle, um Informationen zu Rückerstattungen der Tickets zu erhalten.“

Aerosmith wurde 1970 in Boston gegründet. Neben „Crazy“ gehören „Dream on“, „I Don’t Want To Miss A Thing“, „Walk This Way“ und „Cryin’“ zu den größten Hits der fünfköpfigen Band.